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Auch Historische Gesellschaft setzt sich für Barockbilder ein Gesellschaft

13.04.2014 | 12:59 Uhr

Auch Historische Gesellschaft setzt sich für Barockbilder ein

Bottrop. 
Der mitgliederstarke Kultur-Verein kann sich ebenfalls ein Engagement für die Altartafeln aus der Kommende Welheim und die kleinere, wohl auch etwas ältere Madonnen-Darstellung vorstellen. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht.

Die Rückkehr der historischen Barockgemälde aus der Kapelle der ehemaligen Kommende Welheim von Recklinghausen nach Bottrop ist nur noch eine Frage von wenigen Wochen (die WAZ berichtete). Neben der Kulturstiftung der Sparkasse und dem umtriebigen Förderverein der Kulturkirche Heilig Kreuz will sich jetzt auch die Historische Gesellschaft für die Gemälde und vor allem auch deren anstehende – und dringend notwendige – Restaurierung engagieren.

Ureigene Domäne

„Besonders die Geschichte der alten Deutsch-Ordens-Kommende als einem der wichtigsten historischen Herrensitze des alten Bottrop liegt uns am Herzen und gehört als Gesellschaft für Stadtgeschichte aus meiner Sicht gewissermaßen zu unserer ureigenen Domäne,“ sagt Christoph Grolla. Der zweite Vorsitzende der Historischen Gesellschaft – mit quick 400 Mitgliedern einer der größeren Vereine der Stadt – könnte sich das Engagement für die barocken Altartafeln und die kleinere, wohl auch etwas ältere, Madonnen-Darstellung in mehrfacher Hinsicht vorstellen.

„Zum einen können wir uns bei diesem großen und für die Lokalgeschichte wichtigen Projekt personell engagieren. Zum anderen könnte ich mir durchaus vorstellen, dass wir uns auch finanziell an der Restaurierung der Gemälde beteiligen. Über ein solches Projekt müssten aber die Mitglieder der Gesellschaft zusammen entscheiden,“ sagt Grolla. Auf jeden Fall solle die Heimholung der Welheimer Bilder in der nächsten Versammlung der „Historischen“ auf dem Programm stehen.

Dauerleihgabe

Die Dauerleihgabe der vier großen Bildtafeln aus dem 18. Jahrhundert durch das Museum Recklinghausen erweitert die Zahl der Ausstattungsstücke der ehemaligen Kommende beträchtlich. Denn nach dem Abriss der kriegsbeschädigten Gebäude aus dem 18. Jahrhundert im Jahr 1954 erinnern nur noch zwei Statuen und eine mittelalterliche Glocke, die ebenfalls zur Ausstattung der Kommende-Kapelle gehörten.

Ein prächtiger Büffet-Schrank vom Beginn des 20. Jahrhunderts befindet sich als Dauerleihgabe der letzten Pächterfamilie des bis 1945 bewirtschafteten Kommende-Gutes bereits als Dauerleihgabe in der Obhut der Historischen Gesellschaft. Das wuchtige Stück ist wohl das letzte erhaltene private Möbel des alten Herrenhauses und kann im Ratszimmer der „Alten Börse“ während der Geschäftszeiten der Historischen Gesellschaft besichtigt werden.

Ein Engagement für die Kommende-Bilder würde sich auch vor diesem Hintergrund als sinnvolle Fortführung der bisherigen Arbeit der Historischen Gesellschaft in Sachen älterer Bottroper Geschichte erweisen.

Dirk Aschendorf

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