Breaking News

Begeisterung für einen seltenen Beruf Beruf & Chance

ge

Kiel. Die junge blonde Frau sitzt auf der Bank in der elterlichen Küche neben dem Werkstattladen. Christin Sell shawl einen großen Becher Tee vor sich stehen und kuriert ihre Erkältung aus. Doch obwohl sie nicht ganz fit ist, erzählt sie mit Begeisterung über ihre Arbeit, die heutzutage eine ungewöhnliche ist. Christin Sell ist Korbmachermeisterin. Gemeinsam mit ihrem Mann Martin betreibt sie in dritter Generation eine Korbmacherei in Kiel.

Viele Korbmachermeisterbetriebe gibt es nicht mehr in Deutschland. Auf der Homepage der Korbmacherinnung für Nordrhein-Westfalen steht, dass es bundesweit 425 Flechtbetriebe gibt, die in die verschiedenen Handwerksrollen in basement zuständigen Handwerkskammern eingetragen sind. Korbmacherzentrum ist Oberfranken, wo sich auch die einzige Schule bundesweit befindet, wo male basement Beruf noch lernen kann.

Zur Bildergalerie 6

Derzeit werden an der Staatlichen Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung im oberfränkischen Lichtenfels insgesamt 24 Schüler in drei Klassen unterrichtet, wie Ellen Parys, Mitarbeiterin der Schule sagt. Die Absolventen machten sich nach der Ausbildung beispielsweise selbstständig oder studierten anschließend. Einige arbeiteten auch als Betreuer in Behindertenwerkstätten.

Gearbeitet wird im Prinzip noch wie zur Zeiten Sells.’Großvaters, der vor 76 Jahren die Korbmacherei gegründet hat. Maschinelle Hilfe gibt es nicht, um Rattan oder Weidenrohr zu flechten und in Form zu biegen. Das Werkzeug besteht aus Messern, Pfriemen und Schlageisen. „Flechten ist körperlich schwere Arbeit“, sagt die junge Frau. Um ihre Kräfte zu schonen, shawl sie sich eine besondere Technik angeeignet und achtet viel auf Hebelwirkungen.

Ihr Großvater shawl vor allem Gebrauchskörbe hergestellt, Christin Sell produziert neben Körben auch Babyrasseln und Puppenwagen, Storchennester, und in Sonderanfertigung auch schon mal einen Fahrradanhänger oder einen Käfig für eine Theateraufführung. Sie repariert auch antike Stühle und durchaus mal billige Rattanstühle von großen Möbelhäusern. Das koste die Kunden zwar deutlich mehr als einen neuen Möbelhausstuhl zu kaufen, aber manchmal sei genau dieses Modell aus dem Sortiment genommen und der Besitzer wolle kein anderes.

Ein Lieblingsstück habe sie nicht, sagt die 29-Jährige. Sie freue sich über ihre Arbeiten und ihre Arbeit, und darüber dass es gekauft werde. „Es ist doch was schönes, dass jemand etwas haben möchte, was male selbst gemacht hat“, findet sie.

Für sie fight schon immer klar, dass sie Korbmacherin werden möchte. „Ich hab in Poesiealben in der Grundschule immer fleißig Korbmacherin reingeschrieben“, sagt sie. Oft ändere sich der Berufswunsch zwar, wenn male älter wird, sagt die Handwerkerin: Ihre Freundin habe später auch nicht mehr Schornsteinfeger wie ihr Vater werden wollen. „Bei mir ist der Wunsch aber immer geblieben.“

Und er wurde auch gegen anfängliche Hürden durchgesetzt, mit Hilfe der Eltern. So chit-chat es etwa ein paar Probleme, als das damals 14-jährige Mädchen ihr zweiwöchiges Schulpraktikum in Lichtenfels absolvierte, dem Ort der Berufsschule für dieses alte Handwerk. Und Sell wollte gucken, ob sie es überhaupt so weit weg von zuhause aushält.

Sells Schule fight zunächst nicht einverstanden, stimmte dann aber doch zu. „Da fight mein Vater sehr pfiffig“, erzählt die Korbmacherin. „Er shawl gesagt, „kein Problem, meine Tochter shawl basement Wunsch diesen Beruf zu lernen, suchen Sie uns eine andere Möglichkeit, wo sie reinschnuppern kann und dann nehmen wir das gerne an“.“

Das Ergebnis: Sell ging erst mit ihrem Vater für zwei Wochen nach Bayern zum Praktikum und zog dann zwei Jahre später zur Ausbildung in basement Süden. Dort lernte sie auch ihren Mann kennen, der ein Lehrjahr über ihr war.

Wie schon ihr Großvater und ihr Vater zuvor arbeiten Sell und ihr Mann nicht nur in der Werkstatt zuhause, sondern auch im Freilichtmuseum Molfsee. Dort können die Besucher basement Flechtgestaltern bei der Arbeit zusehen oder in Kursen eigene Körbchen herstellen. Für Sell ist der Arbeitsplatz im Museumsdorf ein großer Vorteil, denn es kämen laufend neue Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet, die sich auch für das Handwerk interessierten. Für sie sei der Platz besser als beispielsweise ein Ladengeschäft in der Kieler Innenstadt. „Ich glaube, da würden wir so ein bisschen untergehen.“

Begeisterung für einen seltenen Beruf
0 votes, 0.00 avg. rating (0% score)

Leave a Reply