Bernd Schumacher nimmt Publikum mit auf Reise durch Voreifeler Platt – General

//Bernd Schumacher nimmt Publikum mit auf Reise durch Voreifeler Platt – General

Bernd Schumacher nimmt Publikum mit auf Reise durch Voreifeler Platt – General

Leedche un Verzällche: (von links) Bernd Schumacher, Arno Schumacher und Günther Nürnberg in der Aula des Sankt-Joseph-Gymnasiums.Foto: Wolfgang Henry

Zudem ist der Voreifler ein Meister der sprachlichen Beschönigung, der eine Glatze nicht einfach nur als “Pläät” verunglimpft, sondern sie dezent als “Fleischmötz, die der Herrjott noch nit feddisch frisiert hätt” zu umschreiben versteht.

Mit seiner derart vergnüglichen Reise durch die Voreifeler Mundart unter dem Titel “Met de Kaasch dörch de Fuur” bescherte Bernd Schumacher seinen Gästen am Freitagabend in der Aula des Sankt-Joseph-Gymnasiums den ein oder anderen “Schlecks” (Schluckauf) vor Lachen.

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Der bekannte Rheinbacher Autor, Musiker und Lehrer hatte ein Vermächtnis seines Großonkels Anton Hörnig, ein selbst zusammengestelltes Wörterbuch, als Grundlage genommen. Was folgte, war eine ausgefeilte und nuancenreiche Ehrerbietung an die Mundart.

Rund 100 Gäste waren in die Aula des Gymnasiums gekommen, darunter auch Vertreter aus Verwaltung und Politik. Veranstaltet wurde der Abend zugunsten der Bürgerstiftung.

Anhand von verschiedenen Themengebieten hatte Schumacher einen regelrechten Schnellkurs mit “Leedche un Verzällche” sowie einem Quiz ausgearbeitet. Mit von der Partie waren Bruder Arno an der Gitarre und Schlagzeuger Günther Nürnberg.

Illustriert mit einer professionellen Multimedia-Präsentation nahm Schumacher Männer und Frauen aufs Korn. Er warnte vor “Kremsch” (Zicke) und “Braatsch” (Klatschweib) ebenso wie vor “Lutschuhr” (Taugenichts) und “Kniesböggel” (Geizhals). Beim Spaziergang durch den “Beusch”, also Wald und Flur, begegneten die Gäste wiederum “Seckohmes” (Ameise), “Kauet” (Eichhörnchen), “Maukatze” (Weidenkätzen) und manchen beeindruckenden Nahaufnahmen des Rheinbacher Naturfotografen Heinz Pützler.

Der Abstecher durchs “Jehösch”, also das bäuerliche Anwesen, offenbarte dem Publikum dann die Bedeutung des Titels des Abends “Met de Kaasch dörch de Fuur”, nämlich: “Mit der Zweizahnhacke durch die (Acker-) Furche”.

Beim Thema Essen kannte sich das Publikum dann richtig gut aus. Bereitwillig stimmte es in den “Rievkoche-Blues” ein. Ein krönendes Ende fand der Abend mit einer Hommage Schumachers an die Mundart von BAP-Sänger Wolfgang Niedecken.

Info: Weitere Termine sind im Internet auf www.schumacher-rheinbach.de zu finden.

By | 2014-03-17T01:13:35+00:00 March 17th, 2014|Reise|0 Comments

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