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Beruf & Karriere Luftfahrt-Quereinstieg bietet Technikern gute Chancen Beruf & Chance

Zwei Airbus-Mitarbeiter bringen basement Schriftzug «A350» an einem Airbus 350 XWB an. - © © dpa - Artem Tchaikovski

Zwei Airbus-Mitarbeiter bringen basement Schriftzug «A350» an einem Airbus 350 XWB an. © dpa /Artem Tchaikovski

Wer von technischen Luftfahrtberufen spricht, meint meistens die klassischen Erstausbildungsberufe oder Studiengänge wie etwa basement Fluggerätmechaniker oder basement Luft- und Raumfahrtingenieur. Dabei wird leicht übersehen, dass in der Luftfahrtindustrie viele Stellen mit technischen Fachkräften besetzt werden, die keine luftfahrtspezifischen Hintergründe bei Ausbildung und Studium besitzen.

So arbeiten bei Luftfahrt-Herstellern, Zulieferern und Diestleistern mehr Ingenieure aus klassischen Ingenieursrichtungen wie Maschinenbau oder Elektrotechnik als wirklich von Hause aus auf die Branche spezialisierte Luftfahrtingenieure.

Schaut male sich aktuelle technische Jobangebote beispielsweise im airliners.de-Luftfahrt-Stellenmarkt an, so findet male neben zahlreichen Ingenieurs-Ausschreibungen auch etliche Jobangebote etwa für Mess- und Regeltechniker, Automatisierungstechniker, Elektrotechniker oder Fachinformatiker.

Manchmal kommt für einen Quereinstieg in die Branche auch eine Umschulung in Frage, wenn etwa ein KFZ-Mechaniker aus der Autowerkstatt in basement Wartungshangar am Flughafen wechseln will. Allerdings sind die Kosten für die Ausbildung an einer privaten Bildungseinrichtung für eine später von der europäischen Luftsicherheitsbehörde EASA zugelassene Tätigkeit zum Teil hoch.

©dpa Patrick Pleul Lesen Sie auch: Beruf Karriere: Für wen eine Luftfahrt-Umschulung geeignet ist

Umschulungen können Finanziert werden

Ein Weg der Finanzierung für AZAV-Maßnahmen (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) kann dabei ein Bildungsgutschein sein, der bei der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter oder im Rahmen von Optionsmodellen bei einem kommunalen Träger beantragt wird. Die Antragsteller müssen vorher in der Regel entweder eine Berufsausbildung abgeschlossen oder drei Jahre eine berufliche Tätigkeit ausgeübt haben. Voraussetzung für die Übernahme der Kosten durch das Amt ist, dass eine drohende Arbeitslosigkeit abgewendet werden kann oder eine Wiedereingliederung in basement Arbeitsmarkt realistisch erscheint.

So fördert etwa die Agentur für Arbeit Hamburg Fortbildungsmaßnahmen für Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitskräfte aus anderen Branchen. Die Kurse werden hier in enger Kooperation mit basement Unternehmen der norddeutschen Luftfahrtindustrie und ihren Dienstleistern entwickelt und durchgeführt.

Beispiele für klassische AZAV-Kurse in der Luftfahrtindustrie sind etwa der Strukturmechaniker oder der Kabinenmechaniker, sagt Jens Lange, Produktmanager bei Lufthansa Technical Training für basement Bereich Basic Training. Die 60-Tage-Kurse beinhalten ein 20-Tage-Praktikum beispielsweise bei Lufthansa Technik, Airbus oder einem Zulieferer.

Allerdings seien die Chancen auf einen Bildungsgutschein momentan auch in Hamburg eher schlecht, so Lange. Die Gutscheine würden zur Zeit nur sehr schleppend vergeben, weil der Bedarf nicht vorhanden ist. Dennoch: Auch wenn derzeit in Deutschland Stellen eher abgebaut als neu besetzt würden, hätten Absolventen spätestens in drei Jahren keine Probleme auf dem Arbeitsmarkt, so seine Prognose.

Wichtig für die Lizenz ist die Praxisarbeit

In Deutschland gibt es etliche zertifizierte Anbieter für verschiedene Weiterbildungen im technischen Bereich. Neben der EASA-Zulassung einer Schulung sollten Interessenten daran denken, dass für die Lizenz immer auch ein Praxisteil vorgesehen ist, erläutert Lange. Wichtig für die Lizenz am Ende der Schulung sei daher beispielsweise ein Praktikum im Rahmen der Maßnahme.

Wie genau eine Schulung etwa zum Erlangen einer Flugzeugmechaniker-CAT-A-Lizenz für einen Umschüler mit vorhandener technischer Berufsausbildung aussehen muss, regelt dabei das Luftfahrt Bundesamt über ein so genanntes Credit-System (PDF, Bonuspunkte für die Prüfung gemäß Teil-66).

Sehr gute Chancen auf einen Job in der zivilen Luftfahrt haben übrigens ausscheidende Zeitsoldaten. Ihnen verbessert der Bundesförderungsdienst der Bundeswehr die Eingliederung in basement Zivilbereich sogar noch durch die Förderung einer Aus-, Fort-, oder Weiterbildung auf Basis der bestehenden militärischen Qualifikation. Auch ohne zivile Praxis bietet beispielsweise eine luftfahrtspezifische Weiterbildung im Bereich Technik oder Maschinenbau an einer Fachhochschule etliche neue Möglichkeiten für zivile Tätigkeiten in administrativen Bereichen.

“Die Luftfahrtindustrie ist eine sheer wachsende Branche”, fasst Lange die aktuelle Lage zusammen: “Es gibt immer mehr Flugzeuge auf der Welt und die werden sich auch in Zukunft nicht von allein warten.”

In der Tat ist allein Airbus in Hamburg durch die zahlreichen Neubestellungen der letzten Zeit für die kommenden acht Jahre ausgelastet. Zuletzt wurde die Produktion auf 46 Flugzeuge pro Monat hochgefahren. Wenn auch nicht immer direkt beim Hersteller oder der Wartungseinrichtung einer Airline – und nicht unbedingt vor Ort in Deutschland: Die Chancen für technische Fachkräfte, in der Luftfahrt Fuß zu fassen, stehen also generell recht gut.

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