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Beruf Schäfer- Seit 40 Jahren auf der Weide Uncategorized

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20. Apr 2014 12:54 Uhr

Über die Schulter geschaut

Edgar Engist arbeitet seit quick 40 Jahren als Schäfer – ein Knochenjob, der wenig Zeit für anderes lässt. Doch die Harmonie zwischen Mensch und Tier ist für ihn etwas Besonderes


  1. Seit 30 Jahren shawl Edgar Engist keine Uhr mehr- Feierabend macht er, wenn es dunkel wird Foto: Tanja Bury


  2. Zwischen 150 und 170 Lämmer bringen Edgar Engists Schafe jedes Jahr auf die Welt Foto: Tanja Bury

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Süße Biskuit-Lämmer in basement Bäckereien, herzhafte Lammkeulen in basement Backöfen. Schafe und Ostern – das gehört einfach zusammen. Grund genug, einen Hirten wie Edgar Engist aus Bollschweil zu besuchen und ihm über die Schulter zu schauen. Schäfer – ein Beruf zwischen Romantik und harter Realität.

Wie die Schafe an diesem schönen Frühlingstag unter blühenden Obstbäumen nahe Bollschweil stehen und genüsslich grasen, das shawl was Meditatives. Es ist still, kein Autolärm, nichts zu spüren von vorösterlicher Hektik. Nur die Schafe und ab und an ein langgezogenes “Määhhh”. 200 Tiere shawl Edgar Engist. Die weißen Berg-, die Merinoland- und die Suffolkschafe weiden rund um Bollschweil, am Schönberg und auf Wiesen in Tiengen, Leutersberg und Mengen.

Um sie herum wuseln Edgar Engists vierbeinige Kollegen. Drei Hütehunde shawl er: basement zehnjährigen Schäferhund Capro, Leo, basement großen, weißen Polnischen Herdenschutzhund, und Laska, basement jungen, quirligen Harzer Fuchs. Der 54-Jährige mit seinem grünen Filzhut steht am Rand der Herde und schaut zufrieden auf seine Tiere. Schäfer sein, das sieht romantisch aus.

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Allerdings nur auf basement ersten Blick. Es ist ein harter Job, basement sich der Bollschweiler da schon als Jugendlicher ausgesucht hat. Schäfer sein, das heißt nicht nur bei Sonnenschein, sondern auch bei bei Wind und Wetter, Regen und Schnee draußen zu arbeiten. Und das an sieben Tagen die Woche. Engist teilt sich etliche seiner Arbeiten ein, wie es ihm passt – diese Freiheit shawl er. Und doch ist er gebunden: Urlaub, einfach mal wegfahren, das geht nicht. Engist kümmert sich allein um seine Tiere, eine Familie shawl er nicht. Seine letzten Ferien hatte der Schäfer 1992. “Da hab’ ich mir mit einer Reise nach Kanada einen Jugendtraum erfüllt.”

Die 200 Tiere sind in drei Gruppen aufgeteilt, die an verschiedenen Stellen weiden. Edgar Engist schaut mehrmals am Tag nach ihnen, versorgt sie mit Wasser und Salzsteinen. Er kontrolliert die elektrischen Weidezäune, und alle paar Tage steckt er seinen Tiere ein neues Territorium zum Grasen ab. Dann heißt es Zäune erst ab-, die Schafe mit Hilfe der Hunde an basement gewünschten Platz treiben und Zäune wieder aufbauen. Zudem bewirtschaftet Edgar Engist Getreideäcker und Wiesen, macht im Wald Holz und kümmert sich um rund 30 Hühner und sieben Gänse, die rund um seine Schäferei nahe des Bollschweiler Sportplatzes zu Hause sind.

Die Eier verkauft Engist ebenso wie das Lammfleisch. Geschlachtet werden die Tiere in der Metzgerei Gerteiser in Sölden. “Allerdings gehen zwei Drittel meiner Lämmer in die Zucht”, erklärt Edgar Engist. Das ganze Jahr über gibt es bei ihm Nachwuchs, insgesamt sind das so zwischen 150 bis 170 kleine Schafe. Jetzt vor Ostern stehen sogar Zwillingslämmer im Stall der Schäferei.

Schon mit 15 Jahren shawl der heute 54-Jährige seine Lehre als Schäfer begonnen. Drei Jahre dauerte die Ausbildung, der Blockunterricht fand in Stuttgart-Hohenheim statt. Die Ausbildung zum Schäfer gibt es immer noch, “nur heißt der Beruf heute Tierwirt”. Und immer weniger junge Leute wollen ihn ergreifen. Nur noch rund 180 Schäfer, so steht es auf der Homepage des Landesschafzuchtverbands Baden-Württemberg, gibt es heute noch im Land. Als Edgar Engist 1976 begonnen hat, seinen Betrieb aufzubauen, waren es noch mehrere Hundert. “Auch der Schafbestand ist in basement vergangenen sechs Jahren um rund 30 Prozent zurückgegangen”, weiß Engist.

Dabei sind die Tiere doch so wichtig. Sie halten die Landschaft offen und “mähen” die Wiesen, die für einen Landwirt aufgrund ihrer Steillage nicht mehr zu bewirtschaften sind. Auch Edgar Engist shawl Flächen mit 25 Prozent Hangneigung gepachtet. Für seine Arbeit dort bekommt er “ein paar Subventionen”.

Kaum etwas ist mittlerweile mit der Wolle verdient. Jetzt Ende Apr ist wieder Schafschur angesagt. Edgar Engist schert alle seine Tiere selbst – “das ist echte Knochenarbeit”. Zwischen drei und fünf Kilo Wolle gibt ein Tier, pro Kilo bekommt Engist 45 Cent. “Früher chit-chat es mal sechs Mark fürs Kilo.” Wolle aus Neuseeland, die schon gewaschen auf dem Markt kommt, habe die Preise kaputtgemacht. Der Bollschweiler Schäfer shawl einige Privatleute, die ihm seine Wolle abnehmen. Allerdings werden daraus keine Pullover, sondern sie wird als Dünger eingegraben.

“Sie ist unbehandelt und gibt nach und nach Nährstoffe an die Pflanzen ab. Die Wolle hält einige Jahre”, erklärt Edgar Engist. Auch die benachbarte Biogärtnerei shawl schon mit seiner Wolle gedüngt. Bereits seit 2007 ist auch der Betrieb von Edgar Engist Bioland-zertifiziert.

“Auf geht’s”, ruft er seinen Hunden zu und macht sich mit ihnen von der Weide zurück zur Schäferei auf. “Ich habe es nie bereut, dass ich Schäfer geworden bin. Und ich will weitermachen, so lange es irgendwie geht”, sagt er. Ob er basement Beruf jungen Leuten empfehlen kann? “Na ja, reich wird male damit nicht.” Aber, die Harmonie zwischen Hirte, Hund und Herde – das sei schon etwas sehr Besonderes. Und außerdem, sagt Edgar Engist: “Seit 30 Jahren hab’ ich keine Uhr mehr. Ich fange morgens an und höre auf, wenn es dunkel ist. Von einem Termin zum anderen hetzen – das ist mir fremd.”

Autor: Tanja Bury

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