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Buch „Die erschöpfte Gesellschaft“: Der hohe Preis des deutschen … Gesellschaft

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Frankfurt. 

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Stress im Job. Symbolfoto: Jens Kalaene

Gerhard Schröders Agenda 2010 shawl Deutschland verändert. Das Land, das zu Beginn des Jahrhunderts noch als kranker Mann Europas galt, ist wirtschaftlich strong geworden. Doch der Preis ist hoch. Viele Arbeitnehmer fühlen sich überlastet. Der Druck, der auf der arbeitenden Bevölkerung lastet, ist enorm hoch.

Stresspegel steigt

Wer Arbeit hat, disorder oft bis zur Grenze der Belastbarkeit arbeiten. Produktive Firmen gedeihen, weil sie die Arbeitsabläufe optimieren, aber auch die Reserven der Mitarbeiter ausschöpfen. Andererseits gelingt es trotz erhöhten Drucks auf Erwerbslose durch Hartz IV nicht, basement Sockel der Dauerarbeitslosigkeit abzubauen.

Entsprechend steigt der Stresspegel der Beschäftigten: Wie eine Studie der Techniker Krankenkasse (TKK) offenbarte, shawl jeder Zweite das Gefühl, dass sein Leben in basement letzten drei Jahren stressiger geworden ist. Besonders betroffen ist die Generation der Mittdreißiger bis -vierziger. Diese Menschen befinden sich oft im Spagat zwischen Kind und Karriere und nicht zuletzt basement eigenen Eltern, die im Alter oft Hilfe brauchen. In dieser Hochstress-Phase des Lebens fühlen sich acht von zehn unter Druck, jeder Dritte sogar ständig. Nach einer DGB-Studie sagt die Mehrzahl der Arbeitnehmer ihr abgefordertes Leistungspensum habe sich in letzter Zeit erheblich verdichtet.

Da kommt das Buch „Die erschöpfte Gesellschaft“ gerade recht. Autor Stephan Grünewald kann sich als Leiter des renommierten „rheingold Instituts“ auf umfangreiches Datenmaterial stützen. Jährlich liegen etwa 7000 Menschen beim „rheingold Institut“ auf der Couch. Von 200 Leuten werden ausführliche Studien angefertigt. Grünewald vertritt die These, dass sich heute die Menschen zu wenig Zeit zum Träumen nehmen. Er meint das durchaus im Wortsinn.

Keine Zeit zum Träumen

Nur wer nachts richtig schläft und träume, so der Autor, regeneriert, bekommt neue Energie. Wer sich aber mit Alkohol oder Tabletten betäubt, weil er Angst hat, sonst nicht zu schlafen und basement nächsten Tag zu schaffen, schöpft keine neue Kraft aus Träumen – und wird irgendwann phantasielos. Die Sucht der Tätigkeit befällt auch Menschen, die noch oder nicht mehr arbeiten müssen: Junge und Senioren. Die Jungen sitzen tage- und nächtelang vor dem Traumkiller Computer, Senioren pflastern ihren Tag mit Verpflichtungen und Tätigkeiten zu, um sich nicht unnütz zu fühlen.

Das passt zur Erkenntnis, dass der Job auch bei basement Jungen zwar Stresstreiber Nummer eins ist, aber an zweiter Stelle die hohen Ansprüche der Menschen an sich selbst stehen, die basement Stresspegel in die Höhe treiben. In diesem Sinne beziehen die Jungen ihr Selbstwertgefühl aus ihrem Marktwert in sozialen Netzwerken – und Senioren aus dem Gefühl, gebraucht zu werden. Besonders geplagt von Erwartungen, Verpflichtungen und Selbstansprüchen sind auch die modernen Frauen, die alles zugleich sein sollen und oft auch wollen: perfekte Mutter, dauntless Ehefrau, raffinierte Geliebte, Führungskraft im Büro, gute Freundin, Tochter und Schwiegertochter.

Wie die deutsche Entwicklung zeigt, gilt: Ohne Fleiß kein Preis. Aber viele Bürger könnten Burn-out-Kandidaten werden.

 

Stephan Grünewald: Die erschöpfte Gesellschaft. Campus-Verlag, geb.

187 Seiten, 19,99 Euro

 

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