Champions League: 0:3 gegen Real: BVB verliert – Klopp ätzt gegen ZDF …

//Champions League: 0:3 gegen Real: BVB verliert – Klopp ätzt gegen ZDF …

Champions League: 0:3 gegen Real: BVB verliert – Klopp ätzt gegen ZDF …

Im strömenden Regen von Madrid hat sich der BVB mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Champions League verabschiedet. Mit 0:3 unterlag Dortmund im Hinspiel des Viertelfinales im Bernabeustadion. Jetzt muss in der kommenden Woche im eigenen Stadion ein kleines Fußballwunder her, um das drohende Aus zu verhindern. Vielleicht war das Grund, warum Trainer Jürgen Klopp vor der Partie verbal vorgesorgt hatte: “Unter den letzten Acht sind wir das Aschenputtel, angesichts unserer Personalsituation und unseres Budgets.”

Klopp wird den Ausgang des Märchens im Hinterkopf gehabt haben, als er von Aschenputtel sprach. Dort gelingt es dem von der bösen Stiefmutter unterdrückten Aschenputtel schließlich, die Braut des Königssohns zu werden. Ein Happy End auf ganzer Linie. Natürlich wissen sie in Dortmund, dass in der Champions League keine Märchen erzählt werden, doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

Im ZDF-Studio war Jürgen Klopp nach dem Spiel die schwere Niederlage und die Enttäuschung deutlich anzumerken. Auf die Frage von Moderator Jochen Breyer: “Sie haben gerade gesagt, wir treten natürlich an, aber die Sache ist durch, oder?” wurde der Coach pampig: “Wie könnte man mir Geld überweisen für meinen Job, wenn ich heute hier sagen würde, die Sache ist durch? Das wäre genauso doof, als wenn ich sagen würde, wir hauen die sicher weg.” Und: “Auf doofe Antworten kann ich schon doof antworten.” Am Ende warf Klopp das Mikro auf den Tisch und gab Oliver Kahn die Hand: “Olli, super heute wir zwei”, ehe er vollends genervt das Studio verlies.

BVB bleibt weit unter seinen Möglichkeiten

Klopps Hoffnungen für das Rückspiel beruhen sicherlich auch auf der Rückkehr von Robert Lewandowski. Die spielerische Qualität und die Torgefährlichkeit des Angreifers fehlten den Dortmundern (wegen einer Gelbsperre) in den 90 Minuten von Madrid. Die Niederlage nur an der Abwesenheit des Torjägers festzumachen, greift zu kurz. Das machte auch Klopp deutlich. Auch die Tatsache, dass mit Subotic, Schmelzer, Gündogan, Bender und Blaszczykowski weitere Stammkräfte verletzungsbedingt nicht dabei waren, reicht als Ursachenerklärung für die Pleite nicht. Es ist ja bemerkenswert: Von der Mannschaft, die Real vor Jahresfrist mit 4:1 abservierte (vier Lewandowski-Tore) standen nur vier Spieler auf dem Platz: Weidenfeller, Hummels, Piszczek und Reus.

Wie schon so oft in der Saison blieb der BVB in Madrid weit unter seinen Möglichkeiten. Beim ersten Tor verlor Schmelzer-Ersatz Erik Durm leichtfertig einen Zweikampf gegen Karim Benzema an der Außenlinie. Seine Teamkollegen hielten alle so weit Abstand von ihren Gegenspielern, dass der Ball ohne Gegenwehr über Daniel Carvajal zu Gareth Bale gelangte, der in der dritten Minute die Führung erzielte. Das war der erste Nackenschlag. Vor dem zweiten Treffer durch Isco in der 27. Minute gab Hendrikh Mkhitaryan den Ball leichtfertig vor dem eigenen Strafraum her. Der Armenier präsentierte sich in erschreckender Form. Und vor dem dritten Treffer durch Ronaldo spielte Lukasz Piszczek einen hanebüchenen Querpass vor der eigenen Abwehr, der von Luka Modric abgefangen wurde (57. Minute). So viel zum katastrophalen Abwehrverhalten der Dortmunder.

Mkhitaryan vergibt größte Chance

Zu einem Gesamtversagen wurde der Auftritt durch die Chancenverwertung. Das bemerkenswerte an diesem Fußballspiel war ja, dass sich die Dortmunder nach der miserablen ersten Hälfte aufrafften – und sich gute Torchancen erspielten. Es zeigte sich einmal mehr, dass die Abwehr von Real nicht die beste Europas ist. Die größte Gelegenheit hatte Mkhitaryan, in dessen Schuss sich aber in letzter Sekunde Pepe warf. Zahlreiche Konter wurden von Reus, Aubameyang und Mkhitaryan schlampig zu Ende gespielt: “Wir hätten hier mindestens ein Tor machen müssen, Konterchancen hatten wir genug. Wir mussten einfach cleverer spielen”, ärgerte sich Nuri Sahin.

Das waren die Momente, wo man sich als BVB-Fan nach Robert Lewandowski sehnte. Auf den polnischen Angreifer ruhen jetzt die Hoffnungen – und darauf, dass die Mannschaft die Fehler aus dem Hinspiel abstellt.

By | 2014-04-03T02:35:00+00:00 April 3rd, 2014|Sport|0 Comments

About the Author:

Leave A Comment