Deutscher Export behauptet sich

//Deutscher Export behauptet sich

Deutscher Export behauptet sich

Wiesbaden. 

Getragen von der Nachfrage in Europa bleiben Deutschlands Exporteure trotz internationaler Handelskonflikte auf Erfolgskurs. Im ersten Halbjahr gingen Waren „Made in Germany“ im Wert von 662,8 Milliarden Euro in alle Welt. Das waren 3,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. „Der deutsche Auenhandel hat ein starkes erstes Halbjahr 201 hingelegt“, sagte der Prsident des Auenhandelsverbands BGA, Holger Bingmann.

Trotz der guten Zahlen zeigte sich Bingmann besorgt: „Allerdings wird uns das eruptive und eskalative Handeln von US-Prsident Trump wohl noch fter die Sprache verschlagen – mit unkalkulierbaren Folgen fr die Weltwirtschaft.“ Kritisch uerte sich der BGA-Prsident zu den am Dienstag wieder in Kraft getretenen US-Sanktionen gegen den Iran. Als Folge sei ein Rckgang in den Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Iran zu befrchten. Donald Trump hatte andere Staaten davor gewarnt, mit der Islamischen Republik Handel zu treiben.

Starker Absatz in der EU

Besonders deutlich stiegen im ersten Halbjahr die Ausfuhren in die Lnder der Europischen Union (plus 5,4 Prozent). Europa ist seit jeher der wichtigste Absatzmarkt fr „Made in Germany“. „Die gute Weltkonjunktur und auch die Nachfrage in der EU sttzen die deutschen Ausfuhren“, erluterte der Auenwirtschaftsexperte des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Kevin Heidenreich.

BDI-Hauptgeschftsfhrer Joachim Lang warnte: „Die Exportzahlen drfen nicht ber die bestehenden Risiken im globalen Handel hinwegtuschen. Der Zollstreit zwischen den USA und China, unter dem auch deutsche Unternehmen leiden, droht zu eskalieren.“ Jetzt komme es umso mehr darauf an, die Welthandelsorganisation WTO zu strken.

Die ersten deutschen Konzerne bekommen die Verwerfungen bereits zu spren. So hatte der Autobauer Daimler seine Gewinnprognose gesenkt, weil China in dem Konflikt mit Washington Zusatzzlle auf in den USA gebaute Autos erhebt. VW-Chef Herbert Diess erklrte jngst, eine drohende Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA, China und der EU sorge fr Herausforderungen.

Bremsspuren in den USA

Im Geschft mit den USA zeigten sich Bremsspuren des Handelskonflikts zwischen Washington und der Europischen Union (EU). Die Ausfuhren auf den wichtigsten Einzelmarkt fr Waren aus Deutschland stiegen trotz eines starken Juni-Wertes im ersten Halbjahr lediglich um 0,8 Prozent. Die Exporte nach China wuchsen hingegen um 10,3 Prozent.

Trotz einer Annherung ist der Streit zwischen der EU und den USA noch nicht ausgestanden. Zugleich spitzt sich der Konflikt zwischen den beiden grten Volkswirtschaften der Welt zu. Das knnte auch deutsche Firmen treffen, die in China produzierte Waren in die USA ausfhren. China ist gemessen am Handelsvolumen – Importe und Exporte – der wichtigste Einzelmarkt fr den deutschen Auenhandel.

Noch strker als die Exporte legten nach einem Rekordwert im Juni die Importe zu. Sie stiegen in den ersten sechs Monaten um 4,8 Prozent auf 541,3 Milliarden Euro. Im Juni erreichten die Einfuhren mit 93,7 Milliarden Euro (plus 10,2 Prozent) den Angaben zufolge den hchsten nachgewiesenen Monatswert. Die gute Konjunktur in Deutschland und die steigende Beschftigung erhhen die Nachfrage nach Gtern aus dem Ausland.

Die Ausfuhren stiegen im Juni um 7,8 Prozent auf 115,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vormonat blieben die Exporte unverndert, die Importe legten um 1,2 Prozent zu.

Enttuschende Daten kamen vom verarbeitenden Gewerbe: Die Produktion fiel im Juni schwcher aus als erwartet. Am Montag hatte bereits der Auftragseingang in der Industrie fr einen Dmpfer gesorgt. Der Aufschwung geht nach Einschtzung von Volkswirten weiter, er drfte aber schwcher ausfallen als angenommen.

By | 2018-08-08T05:10:53+00:00 August 8th, 2018|Wirtschaft|0 Comments

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