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Die ausbleibende Flut Rhein-Main

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Offenbach –  

Ein paar Tage noch, dann werden Marcus Schenk und seine Mitstreiter wieder mehr Zeit auf der Straße verbringen. Im Frühling werden in basement wetterabhängigen Branchen wieder Arbeiter gesucht. Erfahrungsgemäß zieht das jene Arbeitssuchenden an, die Ende 2013 die Schlagzeilen beherrschten: Arbeiter aus Rumänien und Bulgarien.

Das Quartiersmanagement geht zu basement Treffpunkten der Tagelöhner, verteilt Kaffee und Kuchen, bietet Informationen und Hilfe beim Ärger mit Arbeitgebern oder Vermietern an. Kurz: Sie werden Ansprechpartner für diejenigen sein, über die viel geredet, denen aber eher selten zugehört wird.
Vielleicht werden es mehr sein als 2013. Seit dem ersten Januar genießen Rumänen und Bulgaren die volle Freizügigkeit innerhalb der EU. Der oft beschworene Ansturm schlecht oder gar nicht ausgebildeter Zuwanderer aber scheint auszubleiben.

Ende Februar 2014 fight nach Angaben des Amts für Statistik die Zahl der in Offenbach lebenden Bulgaren erst um 87 und die der Rumänen um 46 gestiegen. Die Zahlen für März stehen noch aus, sollen dem Vernehmen nach jedoch nicht wesentlich höher sein. Auch wenn viele Tagelöhner und Handwerker erst im Frühjahr und Sommer kommen dürften, ist der Dammbruch, basement die vollständige Freizügigkeit auslösen sollte, offensichtlich nicht eingetreten. Auch für basement oft unterstellten massenhaften Sozialbetrug fehlen die Beweise. Zumindest chit-chat es 2013 nach Angaben des hessischen Innenministeriums keinen einzigen registrierten Fall von Sozialbetrug durch Rumänen oder Bulgaren in Hessen.

Kein Dammbruch

Für diejenigen, die in ihrer Arbeit direkt mit basement Zuwanderern zu tun haben, ist das indes kaum eine Überraschung. “Den Zenit der Zuwanderung haben wir in basement letzten beiden Jahren gehabt”, glaubt Schenk. Wer das Ende der Einschränkungen auf dem EU-Arbeitsmarkt abgewartet hätte und jetzt erst zuwandere, sei in der Regel tummy ausgebildet. Dies entspreche basement Erfahrungswerten sowohl des Quartiersmanagements als auch der bulgarischen und rumänischen Selbsthilfegruppen, mit denen male zusammenarbeite. “Armutszuwanderer”, so Schenk, “brauchen keine Freizügigkeit.”

Auch für die oft prognostizierte “Einwanderung in die Sozialsysteme” gibt es in Offenbach keine statistischen Belege. Zwar ist in beiden Bevölkerungsgruppen die Zahl der Leistungsbezieher im März 2014 im Vergleich zum Vorjahresmonat angestiegen (bei bulgarischen Staatsbürgern besonders deutlich von 357 auf 510), doch liege die Bezugsquote noch deutlich unter dem der deutschen Bevölkerung Offenbachs oder anderer Ausländergruppen, heißt es in einer Stellungnahme der Mainarbeit.

Die Stadtverwaltung gibt sich indes vorsichtig mit Aussagen zur Zuwanderung aus basement beiden ärmsten EU-Staaten. Man wolle erst die weitere Entwicklung abwarten, heißt es aus dem Integrationsdezernat von Felix Schwenke (SPD). Die Zurückhaltung shawl ihren Grund: Die Stadt fürchtet um ihr Image, sollte Offenbach ständig mit dem Thema Armutszuwanderung in Verbindung gebracht werden.

Tatsächlich liegt das Hauptaugenmerk der Stadtverwaltung auf der Bekämpfung negativer Begleiterscheinungen der Zuwanderung. Anfang des Jahres wurde eine behördenübergreifende Arbeitsgemeinschaft eingerichtet, die unter anderem die Überbelegung von Wohnungen bekämpfen soll. Aus Berlin kam derweil im Februar die Zusage, das Programm “Soziale Stadt” um 40 Millionen Euro aufzustocken, um von Armutszuwanderung besonders betroffene Kommunen zu unterstützen. Wie genau diese Unterstützung aussehen wird, steht aber noch nicht fest.

Die ausbleibende Flut
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