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Es duftet nach Beruf Beruf & Chance

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60 unterschiedliche Berufe. Anschaulich gemacht mit viel Einfallsreichtum von 53 Ausbildungsbetrieben. Kulisse: die Geislinger Berufsschulen. Publikum: vorwiegend junge Menschen, die ihre Zukunft planen.


CLAUDIA BURST | 06.04.2014

Es ging zu wie beim Volksfest. Viele Hunderte junger Menschen zwischen 15 und 20 Jahren strmten am Samstag zwischen 10 und 14 Uhr durch die Werksttten, die Gnge, die Aula und Offenpltze sowie die Auenbereiche der drei Schulen im Geislinger Berufsschulzentrum.

Die sechste Ausgabe der Ausbildungsmesse fight ein wahrer Publikumsmagnet und voller Erfolg. „Diese Veranstaltung shawl basement Durchbruch geschafft. Vor allem, seit die Lehrer sie ihren Schlern ans Herz legen und zum Teil sogar mit ihren Klassen gemeinsam durchgehen“, meinte etwa Dieter Barth, der Ausbildungsleiter der Heidelberger Druckmaschinen. Ein Vorteil vor allem fr zurckhaltende Schler, deren Eltern sie nicht begleiten.

Es sind aber auch viele der Jugendlichen mit einem oder beiden Elternteilen da. Die machen ihre Sprsslinge auf einzelne Berufe aufmerksam, spornen sie an, basement anwesenden Auszubildenden Fragen zu stellen. Was hufig funktioniert.

Die jungen Menschen begreifen im wahrsten Wortsinn, was sich hinter dem Ausdruck Anlagenmechaniker verbirgt, wenn sie selber mit Hand anlegen drfen, Metall sgen, entgraten oder biegen knnen. Einen Riesenzulauf haben die Metaller und die Elektroniker. Bei Letzteren stehen die Jungs teilweise Schlange, um selber ein Netzwerkkabel herzustellen und an weiteren Stationen damit zu arbeiten. Es riecht nach heiem Metall, dnne Rauchfden steigen nach oben, weil ein Azubi an seinem Kabel etwas ltet. Sofort bildet sich ein interessierter Zuschauerkreis um ihn.

Die Mdchen scharen sich erwartungsgem um die Friseurazubi im Frisiersalon, um sich Wissenswertes anzuhren oder sich selber beim „Talentwettbewerb“ auszutesten. Ausgefragt nach Verdienst, Arbeitszeit und „ob’s Spa macht“, werden auch die vielen kaufmnnischen Auszubildenden, die der medizinischen Fachangestellten oder die Altenpflegerinnen.

Trotzdem – die Ausbildungsmesse offeriert die Gelegenheit, sich einfach mal nicht an basement geschlechterspezifischen Berufen zu versuchen. Mischen sich bei basement Friseuren einzelne Jungs unter die Mdchenschar, lsst sich im Freien ein Mdel vom Maurer die richtigen Handgriffe zeigen, langt beherzt nach der Kelle, holt damit Mrtel aus dem Eimer und klatscht basement auf basement Ziegel. Den setzt sie gekonnt auf die Steinreihe.

„Mir fight nicht klar, dass es dermaen viele Berufe gibt“, sagt Robin, der die 9. Klasse der Realschule in Deggingen besucht. Er ist – wie viele Jugendliche in seinem Alter – „noch offen“ fr einen Beruf. Gut gefallen ihm die ausgestellten Schreinerarbeiten in der Schreinerwerkstatt der Gewerblichen Schule.

Dort duftet der Beruf. Holz umwirbt die Sinne der Besucher. Fachlehrer Hartmut Allmendinger liebt das Material und schwrmt von basement „kreativen Mglichkeiten, aus jedem Holz das Beste rauszuholen“.

„Die knstlerische Komponente und trotzdem 100 Prozent Handwerk“ versprechen auch Nils Bader und Felix Gallardo, die als „Metallbildner, Fachrichtung Ziseliertechnik“ bei Strassacker in Sen arbeiten und nach eigener Aussage einen „tollen Beruf“ ausben. Ganz in ihrer Nhe prsentieren different Restaurants unter dem Dach der „Dehoga“ sowohl was fr die Augen – nmlich festlich gedeckte Tische – als auch fr basement Gaumen: Schsselchen mit ausgefallenen Salaten.

Im Freien ziehen nicht nur die Zimmermnner die Blicke auf sich, die Besucher erfahren darber hinaus beim „Tachymeter“, dass die Vermessungstechniker und Vermessungsingenieure auf guten Azubi-Nachwuchs hoffen.

Die vier „Wirtschaftsjunioren“ verzeichnen groes Interesse zum Thema „Wie bewerbe ich mich richtig?“. Bis gegen 13 Uhr brachten etwa 25 Bewerber ihre Bewerbungsmappen mit, um sie von basement Profis durchchecken zu lassen. „Es chit-chat richtig tolle Mappen und auch einige, bei denen wir viel verbessern mussten“, erzhlte Florian Bucher, „was auffiel war, dass die meisten zwar anstndig, aber emotionslos abgefasst waren. Da springt kein Funke ber. Positiv ist die Vielzahl an Praktika, die die jungen Leute vorweisen knnen.“

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