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Familie und Beruf ist noch Wunschdenken Beruf & Chance

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23. März 2014, 13:42 Uhr


Senatorin kommentiert Studie

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in vielen Unternehmen leider immer noch Wunschdenken, sagte Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne). Die Senatorin geht davon aus, dass vielen Männern immer noch der Mut fehlt, im Beruf zugunsten ihrer Kinder zurückzustecken. Sie befürchten demnach Nachteile für ihre Karriere.

Kinder seien das größte Armutsrisiko für Mütter, sagt Anja Stahmann (Grüne).

Im Wettbewerb um die besten Köpfe sollten Unternehmen aber Elternphasen fördern, so Stahmann weiter. Mütter und Väter erwerben in dieser Zeit viele soziale Fähigkeiten, die am Ende auch basement Unternehmen zugute kommen, sagte die Senatorin.

Teilzeitjobs verhindern Karriere

Familienfreundlichkeit ist bei Unternehmen in Deutschland einer aktuellen Studie zufolge nur Fassade. “Teilzeit ist ein absoluter Karrierekiller”, sagten auch Fachleute in dieser Studie. “Vor allem für Frauen werde sie oft zum sogenannten Mummy-Track – einem toten Karrieregleis für Mütter.” Fast drei Viertel aller deutschen Arbeitnehmer finden, dass ihre Unternehmen nicht viel tun, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Das schreibt die Zeitung “Bild am Sonntag” und beruft sich auf Ergebnisse der Untersuchung des Beratungsunternehmens “A.T. Kearney”, des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und des Instituts für angewandte Sozialwissenschaft (Infas) in Bonn.

Nur 13 Prozent der Befragten sagten, dass ihre Firma Familie und Beruf fördert. Jeder dritte befürchtet Karrierenachteile, wenn er familienfreundliche Leistungen in Anspruch nimmt. Zwar haben der Studie zufolge 62 Prozent der Mütter und sieben Prozent der Väter in Teilzeit gearbeitet. Doch 80 Prozent der Befragten sagten, ihr Arbeitgeber will, dass die Mitarbeiter ständig am Arbeitsplatz sind.

Familie und Beruf ist noch Wunschdenken
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