Frankfurt Skyliners: Großer Wurf gegen die Bayern – FAZ

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Frankfurt Skyliners: Großer Wurf gegen die Bayern – FAZ

© Wonge Bergmann

Durchgesetzt: Mit viel Einsatz gelingt es Klein (rechts.) und den Skyliners, die Bayern mit Delaney zu distanzieren.

Baskektball-Bundesliga Frankfurt  - Skyliners - Bayern München in der Frankfurter Ballsporthalle..

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Durchgesetzt: Mit viel Einsatz gelingt es Klein (rechts.) und den Skyliners, die Bayern mit Delaney zu distanzieren.

Sie hüpften, jubelten und tobten, als wären sie gerade deutscher Basketballmeister geworden: Die Basketballprofis der Fraport Skyliners hatten gerade etwas geschafft, was ihnen wohl kaum jemand vor diesem Spiel zugetraut hatte. Sie schlugen den als großen Favoriten angereisten FC Bayern München 67:62 und beendeten damit ausgerechnet mit einem Sieg über den Tabellenführer ihre Serie von zuvor sieben Niederlagen. „Dieser Sieg hat einen großen Stellenwert für uns“, sagte Skyliners-Manager Gunnar Wöbke, während seine Spieler auf dem Parkett herumsprangen wie Schuljungs nach einem gelungenen Streich. „Trainer Gordon Herbert hat mit der Mannschaft die Kurve gekriegt.“

Leonhard  Kazda


 


Begeisterung auf der einen, Missstimmung auf der anderen Seite. Trainer Svetislav Pesic hatte schon vor Beginn der Fragerunde mit der Presse im Konferenzraum einige verbale Spitzen gegen Wöbke abgefeuert. Hinterher wollte Pesic nicht genau sagen, warum er das tat: „Du sollst das respektieren, was ich für dein Land für den Basketball getan habe. Ich war immerhin Bundestrainer“, hatte er Pesic in Wöbkes Richtung gerufen. Der konnte nur vermuten, was genau der Münchner Trainer meinte. Die Annahme, dass es um die Nebengeräusche beim umstrittenen Heimsieg der Bayern im vergangenen Jahr ging, liegt nahe.

Erbarmen, die Bayern kommen!

Den schönen Abend in Frankfurt konnte den Hessen aber keiner vermiesen. „Wir müssen jetzt genau so weiterspielen wie in dieser Partie“, sagte Kostantin Klein zu einem Spiel, in dem die Bayern wegen ihrer vielen Fehlwürfe in den ersten Vierteln lediglich in der Schlussphase eine Chance auf den Sieg hatten. Am Ende waren es die starken Nerven der Frankfurter und ein phantastischer Dreipunktewurf des Amerikaner Ramon Galloway, der die Skyliners kurz vor Schluss 65:59 in Führung brachte. Damit war den Hessen der größte Erfolg in dieser Saison nicht mehr zu nehmen. Mit 20 Punkten war Galloway der beste Schütze seines Teams und beeindruckte damit auch seinen Trainer. „Ramon hat sehr viel Talent“, sagte Herbert, „er hat heute den Unterschied in dieser Partie ausgemacht.“

Erbarmen, die Bayern kommen! Eine ähnliche Signalwirkung musste das Aufeinandertreffen mit dem schier übermächtig wirkenden Tabellenführer aus hessischer Sicht gehabt haben. Immerhin hatte Cheftrainer Gordon Herbert in den Tagen vor der Partie, die am Sonntagnachmittag 5000 Zuschauer in die damit ausverkaufte Ballsporthalle lockte, noch ein wenig gepokert, was seine Aufstellungsoptionen betraf. Würde Jacob Burtschi nach seiner Bandscheibenoperation sein erstes Spiel bestreiten? Könnte Danes Watts trotz Nasenbeinbruchs auflaufen? Dass sich die Bayern durch solche Details beeindrucken lassen würden, schien eher unwahrscheinlich. Zumal das Team von Trainer Svestislav Pesic in der Euro-League am Donnerstag noch Real Madrid besiegte hatte.

Doch Herberts Taktik funktionierte. Burtschi spielte, Watts nicht. Die Skyliners, die gegen die Stars aus Bayern antraten, hatten eine Menge Überraschungspotential zu bieten. „Dabei sind wir noch lange nicht komplett“, fügte Herbert mit dem Verweis auf den verletzten Amerikaner Watts hinzu. Dennoch bestimmten die Frankfurter das Spiel von Beginn an. Als Danilo Barthel mit einem Dreipunktewurf auf 6:0 erhöhte, wirkten die Bayern noch unberührt. Das änderte sich. Am Ende der ersten zehn Minuten lagen die frechen Hessen 20:13 vorne. Auch im zweiten Viertel machten sie dem Meisterkandidaten mit großem Einsatz das Leben schwer. Aziz N’Diaye, der 2,13-Meter-Riese aus dem Senegal, schnappte sich nach einem Freiwurf den Rebound und beförderte ihn zum 29:13 in den Münchner Korb. Erst in den Minuten vor der Halbzeitpause fing sich der Tabellenführer und ackerte sich ein wenig dichter an die enteilten Frankfurter heran. Die hatten freilich vorher körbeweise Selbstbewusstsein gesammelt und schafften es, sich so gegen den Ansturm zu stemmen, dass sie zur Pause 37:25 vorne lagen. Ihres Erfolges sicher sein konnten sich die Frankfurter aber bis zum Schluss nicht. Dass es am Ende doch ein knapper Sieg war, sah vermutlich nur einer in der Halle nicht: der Münchner Trainer Pesic. „Das war doch kein enges Spiel“, sagte er kopfschüttelnd.

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Quelle: F.A.Z.

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Frankfurt Skyliners: Großer Wurf gegen die Bayern

Frankfurt Skyliners

Großer Wurf gegen die Bayern


Von Leonhard Kazda, Frankfurt

Mit großem Einsatz schlagen die Frankfurt Skyliners den Meisterkandidaten der Basketball-Bundesliga 67:62 und beenden damit ihre Niederlagen-Serie.

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By | 2014-03-17T01:12:59+00:00 March 17th, 2014|Rhein-Main|0 Comments

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