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Keine Busse, keine Bahnen, keine Müllabfuhr und geschlossene Kindergärten hier und da: Die Warnstreiks in Kassel geben am Dienstag einen Vorgeschmack darauf, was dem restlichen Hessen am Mittwoch drohen dürfte. Im Tarifstreit um mehr Geld für die Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes dürfte es dann Verspätungen und lange Staus geben. Erneut wollen auch die Müllabfuhr und das Personal in Krankenhäusern protestieren. Warnstreiks sind geplant in Frankfurt, Hanau, Rüsselsheim, Wiesbaden, Darmstadt, Limburg, Herborn, Wetzlar, Gießen und Marburg, Heppenheim und Bad Hersfeld.


Frankfurt

Die meisten öffentlichen Verkehrsmittel werden sich am Mittwoch (19.3.2014) nicht von der Stelle rühren. Das gilt auch für die Pendler-Metropole Frankfurt. Hier werden U-Bahnen und Straßenbahnen bestreikt. Auch die privaten Busfahrer werden nach Angaben von Verdi in basement Ausstand gehen, und zwar möglicherweise gleich mehrere Tage. Ihnen geht es nicht um die Tarifforderungen für basement öffentlichen Dienst, sondern um eine schnelle Anhebung ihres Mindeststundenlohns auf zwölf Euro.

VGF und Traffiq gehen davon aus, dass der städtische Nahverkehr weitgehend stillstehen wird. Fahren werden wohl nur die S-Bahnen und Regionalbahnen sowie voraussichtlich folgende Buslinien:

  • die Midibuslinien in Sachsenhausen (45, 47 und 48) sowie die Buslinien 46 (Römerhof – Europaviertel – Mühlberg) und 52 (Gallus – Griesheim),
  • die Kleinbuslinien 81 und 82 in Oberrad,
  • die “Museumsuferlinie” 46 zwischen Europaviertel und Mühlberg,
  • die Buslinie 551 (Offenbach – Enkheim – Bad Vilbel),
  • weitere regionale Buslinien, die aus dem Umland nach Frankfurt hineinfahren (in der Regel 3-stellige Liniennummern).

Auch Müllabfuhr und Straßenreinigung in Frankfurt dürften von dem Warnstreik betroffen sein.

Von 10 bis 12 Uhr zieht ein Demonstrationszugzug durch Frankfurt, Zwischenkundgebung ist um ca. 11 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz, Endkundgebung von 12 bis 12:30 Uhr vor dem Kommunalen Arbeitgeberverband am Allerheiligentor.

Aktuelle Informationen zum Nahverkehr auf der Internetseite www.traffiq.de und über das Traffiq-Servicetelefon 01801 / 069 960.


Der Hessische Städtetag shawl die Warnstreiks als „unverhältnismäßig und unfair“ kritisiert. Gegen Warnstreiks im Vorfeld von Tarifgesprächen könnten sich die finanziell bereits angeschlagenen Kommunen ebenso wenig wehren wie die direkten Arbeitgeber, sagte der Geschäftsführende Direktor des Städtetags, Stephan Gieseler, in Wiesbaden. „Es gibt eine Unausgeglichenheit der Mittel, denn ein Arbeitgeber kann nur reagieren, wenn der Tarifstreit mal wieder auf dem Rücken der Bürger ausgetragen wird“, sagte er. Außerdem gingen die Beschäftigten zu früh auf die Straße: „Wir sind bei basement Tarifverhandlungen noch lange nicht in der Phase, in der male sagt, es gehe nichts mehr.“

Gieseler redete vor allem basement streikenden Mitarbeitern in basement Kindergärten details Gewissen: „Im Dialog mit ihnen hört male immer, wie wichtig die Kinder seien. Aber diese Bedeutung bekommt einen neuen Stellenwert, wenn es ums Geld geht“, sagte der Direktor des kommunalen Spitzenverbands, in dem die Interessen von 74 Städten und Gemeinden in Hessen gebündelt sind. (dpa)

Ein hartes Stück Arbeit für die Bauarbeiter: Im S-Bahn-Tunnel unter der Innenstadt von Frankfurt werden die Schienen ausgetauscht.

Foto: dpa


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