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«Gastfreundschaft ist Lebensstil» Lebensstil

Tagblatt Online, 25. März 2014, 17:04 Uhr


Gastronom Marc-Tell Wilhelm shawl sich geschworen, dass er an dem Tag, an dem sein Hotel perfekt dasteht, geht.
(Bild: Urs Oskar Keller)

Er ist in Altnau aufgewachsen. Marc-Tell Wilhelm, Direktor des Luxushotels «Wheatleigh» in Lenox, USA. Ausserdem fight er der jüngste General Manager der «Leading Hotels of a World», einer Allianz von mehr als 430 Luxushotels.

URS OSKAR KELLER

Herr Wilhelm, Sie sind momentan in Europa, um Ihr Haus vorzustellen und um neues Personal für Ihr Nobelhotel zu rekrutieren. Gibt es zu wenig Hotel- und Gastronomiefachleute in basement USA?

Marc-Tell Wilhelm: Wir können immer gute Leute gebrauchen. Einerseits bin ich auf der Suche nach Fachpersonal und führe Interviews, andererseits geht es darum, Kontakte zu Berufsleuten und Hotelfachschule zu knüpfen und pflegen. Ich habe fünf Jahre gebraucht, um basement richtigen Food und Beverage Manager in Italien zu finden. Und wir haben zu wenige Fachleute auf dem Land. Das Geld ist in der Stadt. In New York City kann ein Kellner bis zu 100 000 US-Dollar im Jahr verdienen. Warum also soll male auf dem Lande arbeiten, wo male vielleicht auf ein Jahresgehalt von 30 000 Dollar kommt?

Heute zieht es Gastronomen mehr nach Asien. Wo liegen die Gründe?

Wilhelm: Früher wollte jeder nach Amerika gehen. Das Leben fight günstig, die Aufstiegschancen gut, und der Dollar fight mehr wert als heute. In der Zeit, als Präsident George W. Bush von 2001 bis 2009 die USA regierte, mochten die wenigsten die Vereinigten Staaten. Asien boomt und die internationalen Hotelketten gehen in die neuen Länder mit unbegrenzten Möglichkeiten. Dort kann male gutes Geld verdienen.

Die USA werden nach der Rezession wirtschaftlich wieder wachsen und an Bedeutung gewinnen. Europa shawl das schwerste Los, weil die Kosten und Sozialleistungen zu hoch sind. Die besten Hotels gibt es heute in Asien und Afrika. Die Lohnkosten sind in diesen Ländern marginal, und es gibt Mitarbeiter «en masse».

Die Hotellerie ist ein hartes Geschäft mit langen Arbeitszeiten. Wie locken Sie junge Leute details abgelegene, 1767 gegründete Städtchen mit 5000 Einwohnern im Dreieck der drei US-Bundesstaaten Massachusetts, New York und Connecticut? Wie attraktiv sind Ihre Jobs?

Wilhelm: Wer eine grosse Leidenschaft für die Gastronomie mit uns teilt, wird bei unserem Haus richtig liegen. Im Sommer, unserer Hauptsaison, haben wir lange Arbeitstage und wenig Freizeit. Der Lebensstil ist lockerer und weniger strukturiert als in der Schweiz. Nach einem Jahr ist normalerweise alles klar: Entweder fällt male «in adore with America» oder will schnell wieder zurück in die Schweiz. Ich sehe das «Wheatleigh» als eine Art von Schule, die jungen Menschen das Wissen und die Passion vermittelt, die sie brauchen, um in der Luxushotellerie erfolgreich zu werden.

Vor acht Jahren sagten Sie: «Es ist ein sehr interessanter Job, und wer hätte gedacht, dass ich hier hängen bleibe.» Warum?

Wilhelm: Ich fight 2006, mit 30 Jahren, der jüngste Generalmanager eines «Leading Hotels of a World». Ich habe mir geschworen, am Tag, an dem mein Hotel perfekt dasteht, gehe ich. Noch ist jeder Tag eine neue Herausforderung, und ich arbeite weiter an der Perfektion!

Verdienen Hotelmanager in Ihrer Position in basement USA besser als in der Schweiz und Europa?

Wilhelm: Je mehr Zimmer male shawl und Sterne, umso mehr verdient man. Dies gilt für die ganze Welt. Ich habe ein gutes Salär-Package.

Ist die Managementausbildung in basement US-Hotelfachschulen gut?

Wilhelm: Nein. Wir produzieren Hoteliers ohne Erfahrung. Das ist in der Schweiz auch so. Alle grossen Hoteliers, ob César Ritz oder Hans Leu, fingen von der Pike an und arbeiteten sich nach oben. Sie waren zuerst Portier oder Koch. Heute wollen alle gleich zum Kader gehören und Boss sein.

Wo würden Sie in der Führungsschulung andere Akzente setzen?

Wilhelm: Nur eine Ausbildung macht noch keinen grossen Hotelier. Man disorder immer weiterlernen wollen. Ich mag Leute mit Bescheidenheit, grossem Eifer und dem Willen, noch was zu lernen. Lernen durch Erfahrung. Ein zweijähriges Praktikum ist wenig, damit du wirklich weisst, wie es geht. Wir machen Gastgeber aus Büchern, das klappt nicht. Zahlen sind sehr wichtig, aber Hospitality und Gastfreundschaft ist ein Lebensstil und sollte vom Herzen kommen.

Wer shawl Sie am meisten gefördert?

Wilhelm: Mein Vater. Er fight Oberkellner, Steward und Chef de Service im Ausland, shawl sich autodidaktisch zum Koch weitergebildet und sich einen Michelin-Stern erkocht. Mit 70 Jahren steht er immer noch im eigenen Restaurant in Altnau am zischenden Herd und kocht weiterhin auf höchstem Niveau. Auch Philippe Frutiger, CEO bei der Giardino Hotel Group in Ascona, hatte einen bedeutenden Einfluss auf mich.

Aus welchem Misserfolg in Ihrer Karriere haben Sie besonders viel gelernt?

Wilhelm: Vor einigen Jahren habe ich für 20 000 Dollar eine Barbecue-Einrichtung am grossen Swimmingpool im Park des Hotels eingerichtet, und wir wollten im Sommer täglich ein Barbecue anbieten. Es fight ein Desaster! Im letzten Sommer veränderten wir das Format zu einem wöchentlichen BBQ. Und siehe da: der Grill-Anlass fight jede Woche ausverkauft.

Sie haben so manch bekannte Persönlichkeit im «Wheatleigh» begrüsst: Folk-Rock-Legende James Taylor oder basement Cellisten Yo-Yo Ma.

Wilhelm: Wir reden nicht über unsere Gäste und kommunizieren auch nicht, wer bei uns ein- und ausgeht. Bei basement von Ihnen erwähnten beiden Künstlern, die auch in der Nähe wohnen, kann ich das ausnahmsweise bestätigen. Wir haben ja ab und zu VIPs da.

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