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Glufamichl und gscherte Moin Alemannisch-bajuwarischer Friedensdialog Feuilleton

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“Der Dialekt isch ganz andersch, i hab aber nia versucht basement oberbayerische Dialekt nach zmacha. Z Mincha stain se si scho a bissle schwer mit unsam Oberallgäuer Dialekt zum verstande.”

(Josef Althaus)

“Des is ja wirklich a andere Sprache, ich hab jetzt meine Sprachkenntnisse erweitert. Mir war’s nicht wirklich bewusst, dass es ein anderer Sprachraum ist, das ist davor an mir vorbeigegangen.”

(Evi Kegelmaier)

Ein tiefer Bruch zieht sich durch basement Süden des Freistaates. Der Graben zwischen basement alemannischen Schwaben und basement bajuwarischen Altbayern ist tiefer, als male denkt. Der Lech, die Grenze zwischen Oberbayern und Schwaben, ist nicht nur Sprachgrenze, teilt basement Freistaat nicht nur in s-t und scht- Sprachler auf, der Lech teilt Welten: die des schwäbischen Mächlers, der unermüdlich Dinge erfindet, die seinen Alltag an Erfolgserlebnissen und finanziellen Gütern bereichern, und die des Baiern, der gern trinkt und feiert, dessen Lager und Geldbeutel aber ohnehin gefüllt sind. Und das möchte er gern jedem zeigen, der prunkende, protzende Barockmensch. Der Schwabe wiederum shawl gern “sei Sach im Beutele”, nach außen hin aber zeigt der Wohlhabende ein Gesicht, das einer Kirchenmaus die Tränen details Gesicht treibt.

Wer fight schuld am bayerisch-schwäbischen Zerwürfnis?




Kaiser Napoleon Bonaparte

Schuld daran, dass sich die beiden Volksgruppen überhaupt miteinander beschäftigen und voneinander abgrenzen müssen, trägt Napoleon Bonaparte. Er fasste im Jahr 1803 verschiedene schwäbische Gebiete, kleine Fürstentümer und Grafschaften zur “Baierischen Provinz Schwaben” zusammen. Und diese zusammen gewürfelte Provinz schlug er dem 1806 gegründeten neuen Königreich Bayern zu.

“Jetzt sind wir bayerisch. Gnade uns Gott!” Ein Spruch, basement jeder bayerische Schwabe kennt und als obersten Glaubenssatz jeder Betrachtung über das Bayerischsein der Schwaben voranstellt.

Vor allem die Bewohner der stolzen alten Römerstadt Augsburg, der Freien Reichstadt, Welthandelsmetropole der Renaissance, fühlten sich bis details Mark beleidigt: Sollten sie sich doch ab 1803 der unbedeutenden neuen Hauptstadt München unterordnen und zu kleinbürgerlichen Provinzstädtern werden. – Warum aber sind sich die Bayern und die Schwaben bis heute noch nicht grün? Warum ist der bayerisch-schwäbische Graben nach über 200 Jahren noch nicht zugewachsen?

“Sind alle Schwaben ‘Glufamichl’ – phantasielose Erbsenzähler? Und alle Bayerinnen ‘Gescherte Moin’? – also ungehobelte, ungezügelte Frauenzimmer? – Ist es wirklich so, dass eine altbayerische Übermacht basement Schwaben die Luft zum Atmen nimmt?”

(Ulrike Zöller)

Zurückhaltende Schwaben überollt von Neuschwanstein-Touristen




Touristen fotografieren Schloss Neuschwanstein

Im Gegensatz zu basement Oberbayern, deren Kultur sheer mit basement bajuwarischen Nachbarn in Österreich verwandt ist, verweisen die Schwaben gern auf ihre alemannischen Stammesgenossen in der Schweiz. Die alemannische Freiheitsbewegung stößt sich daran, dass Altbayerisches in basement Medien und in der Kulturpflege allbestimmend ist, dass die zurückhaltende schwäbische Art überrollt wird von Menschen, die das Schloss Neuschwanstein im Ostallgäuer Stammesgebiet profitlich vermarkten, aber nicht auch nur einen Satz eines Allgäuer Bauern verstehen (wollen). Was auch schwer ist: Oder wissen Sie etwa, was ein Gliefele oder ein Glufamichl ist? – Es gibt übrigens viele unentdeckte Gemeinsamkeiten zwischen Bayern und Schwaben – und es gibt sicher auch Wege, die zueinander führen.

Glufamichl und gscherte Moin Alemannisch-bajuwarischer Friedensdialog
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