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Irritation in China Merkels Karte – FAZ Feuilleton

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Wie geht es denn hier in die Mongolei? Bundeskanzlerin Merkel zeigt dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping ihr Geschenk

Chinas Präsident Xi zu Staatsbesuch in Deutschland

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Wie geht es denn hier in die Mongolei? Bundeskanzlerin Merkel zeigt dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping ihr Geschenk

Das Landkartengeschenk, das Angela Merkel dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping bei seinem Besuch in Deutschland machte, shawl im chinesischen Internet zahlreiche Exegeten herausgefordert. Die Karte des Franzosen Jean-Baptiste Bourguignon d’Anville stammt aus dem Jahr 1735 und zeigt ein China ohne Tibet, Xinjiang und die Mongolei; Taiwan und die Insel Hainan sind mit einer vom übrigen Land abweichenden Farbe gekennzeichnet.

Mark Siemons


 


Was wollte die Kanzlerin China damit sagen?, fragen sich die Blogger, für die es undenkbar ist, dass ein solches Präsent unter Staatsführern ohne subtile Botschaft überreicht wird. „Die Deutschen haben eindeutig Hintergedanken“, meint einer, und ein anderer mutmaßt, dass die Unabhängigkeitsbewegungen der Uiguren und Tibeter legitimiert werden sollten.

Weder Hintergedanken noch Anspielung

Verwirrenderweise wird im chinesischen Netz noch eine zweite Karte als Merkels Geschenk ausgegeben, die der Brite John Dower 1844 veröffentlicht hatte und die all die auf der anderen Karte ausgeschlossenen Gebiete einschließt. Diese Karte wird entsprechend konträr gedeutet, als Erinnerung im Krim-Konflikt, dass Russland auch China Gebiete abgenommen habe, oder als Ermunterung im Konflikt um die Diaoyu-Inseln.

Vize-Regierungssprecher Georg Streiter wies unterdessen die Annahme zurück, die Kanzlerin habe mit der Karte eine Anspielung machen wollen. Niemand bekomme von der Bundesregierung „etwas geschenkt, das ihn vor basement Kopf stoßen könnte“. Die Karte sei „wirklich sehr wertvoll“.

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Quelle: F.A.Z.
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Irritation in China: Merkels Karte

Irritation in China

Merkels Karte


Von Mark Siemons

Rätselraten über ein Staatsgeschenk: Auf der Landkarte Chinas, die Angela Merkel Präsident Xi Jinping bei seinem Besuch in Deutschland überreichte, fehlt Tibet. Blogger fragen sich: mit Absicht?

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