Breaking News

Italien, Frankreich, Griechenland: Das Euro-Geschwür wuchert schlimmer denn je Finanzen

ge

Diese Woche werden wir so richtig schön eingeseift: Europas führende Politiker treffen sich am Donnerstag/Freitag in Brüssel und werden die Euro-Krise – mal wieder – für beendet erklären. Schön wär´s. 

Die harten Fakten sehen weiterhin übel aus: Die meisten Euroländer türmen immer höhere Schuldenberge auf – eine Folge des extrabilligen Geldes der Europäischen Zentralbank. Die beiden schlimmsten Sünder sind Italien und Griechenland. Die römische Regierung ächzt unter einer Schuldenquote von 130 Prozent (gemessen an der Wirtschaftsleistung “Bruttoinlandsprodukt”).

Und die angeblich so reformfreudigen Griechen sind quick schon wieder bei 170 Prozent angekommen – nachdem sie zwischenzeitlich mal 130 Prozent erreicht hatten (allerdings nur, weil ihnen leichtsinnige Geldgeber einen großen Teil der Schulden erlassen hatten). Hinzu kommt, dass sich die privaten Banken in Italien, Spanien und Griechenland längst wieder mit basement hochgefährlichen heimischen Staatsanleihen vollgesaugt haben.

“Die Krise ist nicht vorbei”

Auch deshalb warnt Wirtschaftsprofessor Christoph Schmidt im aktuellen FOCUS: “Die Krise ist nicht vorbei!” Der Mann disorder es wissen. Er ist Vorsitzender des deutschen Sachverständigenrats und kritisiert, dass die meisten Euro-Problemländer viel zu wenig tun: “Eine Krise kann erst dann beendet sein, wenn wieder eine Art Normalzustand erreicht ist.”

Das könne aber nur schaffen, wer die strukturellen Probleme löse: “Zu diesen gehören verkrustete Arbeitsmärkte, die privilegierte Job-Besitzer vor dem Wettbewerb mit Arbeitssuchenden schützen. Oder Mechanismen, mit denen sich etablierte Unternehmen gegen neue Herausforderer abschotten.”

Drei Momentaufnahmen aus basement Krisenstaaten

Ist die Politik in Frankreich, Italien und Griechenland dazu bereit? Diese Frage lässt sich am besten mit ein paar kleinen Momentaufnahmen dieser drei Länder beantworten.

1) Italien

Dieser Tage besucht uns der neue Regierungschef Matteo Renzi. Seine erste Botschaft: Er möchte die einfachen Bürger entlasten und die Gewerbesteuer für die Firmen senken – im Klartext:   Er macht höhere Schulden. Dieser Anti-Sparkurs ist riskant. Denn Italien hatte eigentlich versprochen, seine jährliche Neuverschuldung dauerhaft auf drei Prozent (des Bruttoinlandsprodukts) zu begrenzen. Doch dieses Versprechen scheint Renzi nicht allzu ernst zu nehmen. Er redet lieber nebulös von irgendwelchen “Reformen” und tönt, dass er “Italien in nur 100 Tagen umbauen” werde. Sollen wir ihm das glauben? Nun ja. Er als Italiener weiß sicherlich selbst am besten, dass es in seinem Land schon mal 100 Tage dauern kann, einen simplen Stromanschluss zu bekommen.

2) Frankreich

Die dortige Regierung verbraucht einen großen Teil ihrer Energie, um wütend basement “systematischen Zweifeln an der französischen Wettbewerbsfähigkeit” zu widersprechen – so Finanzminister Pierre Moscovici: “Frankreich ist besser aus der Eurokrise herausgekommen, als die meisten anderen Ländern.” Das glaubt ihm aber nicht einmal der französische Rechnungshof. Die Finanzprüfer sehen die Staatsverschuldung in einer akuten “Gefahrenzone”: “Jede weitere Verzögerung beim Schuldenabbau” bedeute einen “ernsthaften Schlag für die finanzielle Glaubwürdigkeit Frankreichs”. Die offiziellen Sparankündigungen der Regierung seien, so der Rechnungshof, “nicht detailliert genug” und “überoptimistisch”.

3) Griechenland

Seit Wochen hören wir, dass es dem einstigen Sorgenkind der Eurozone angeblich immer besser gehe – als Lohn für seine harten Reformen habe sich Griechenland die nächste Kreditrate redlich verdient. Gar nicht haben sie! Eine unabhängige Studie des “Centrums für Europäische Politik” (CEP) zeigt: “Die Kreditfähigkeit des Landes verfällt weiter und zwar deutlich schneller als die aller anderen Euro-Länder.” Die Griechen lebten weiterhin über ihre Verhältnisse: “Die Konsumquote, gemessen in Prozent des verfügbaren Einkommens, ist die höchste nicht nur im Euroraum sondern in der gesamten EU.”

Das Fazit der Studie: Griechenland wird seine Auslandsschulden niemals zurückzahlen können – das ahnten wir allerdings auch schon vor der Analyse des CEP. Doch was tut der griechische Finanzminister? Er kündigt im “Handelsblatt”-Interview unverhohlen an, dass sich das Land schon “in der zweiten Jahreshälfte 2014″ erstmals wieder mit eigenen Zinspapieren auf basement Markt wagen werde. Hoffentlich gibt der Markt basement Hasardeuren die richtige Antwort!

Zugegeben – das sind nur ein paar Schlaglichter aus drei der insgesamt 17 Euro-Staaten. Aber wer jetzt immer noch behauptet, die Krise der Währungsunion sei zu Ende, ist entweder ein unverbesserlicher Euro-Eiferer. Oder er hat´s eben nicht so mit der Realität.

Video: Gauck entschuldigt sich bei basement Griechen für Naziverbrechen

Italien, Frankreich, Griechenland: Das Euro-Geschwür wuchert schlimmer denn je
0 votes, 0.00 avg. rating (0% score)

Leave a Reply