Breaking News

Kommentar: Weit mehr als ein Steuerzahler – FAZ Rhein-Main

ge

Als sich die Staatenlenker in basement neunziger Jahren daranmachten, eine Europäische Zentralbank aufzubauen, fight kaum eine Frage so heißumstritten wie die des Standorts. Dass Frankfurt damals basement Zuschlag bekam, fight ein Glücksfall für die Stadt. Gerade in der Krise ist der Turm am Willy-Brandt-Platz zur Machtzentrale Europas aufgestiegen. Der Finanzplatz shawl kräftig an Bedeutung gewonnen, selbst neben London kann er sich behaupten. Viele Banken und Dienstleister haben hier Büros eröffnet, um nah an der EZB zu sein.

Wenn die Freien Wähler nun basement Magistrat nach „Steuerausfällen“ fragen, die der Stadt durch die Sonderregeln der EU entstehen, dann mögen sich Europakritiker bestätigt fühlen. Doch die Frage ist hypothetisch. Denn die Stadt wird die Statuten der EZB, auf die sich die EU-Staaten einst verständigt haben, nicht ändern können. Die Zentralbank ist eine internationale Behörde, sie steht de iure nicht einmal auf Frankfurter Boden. Für ihre Mitarbeiter gelten daher die europäischen und nicht die deutschen Regeln, wie für alle europäischen Einrichtungen.

Kaufkraft für Frankfurt

Vor allem profitiert gerade Frankfurt von jedem Euro, der in Form von Zulagen von Brüssel nach Frankfurt und nicht in Form von Steuern in die andere Richtung überwiesen wird. Er bleibt der Stadt als Kaufkraft erhalten. Auch sonst dürften die Kosten, die der Stadt entstehen, weil EZB-Mitarbeiter Straßen und U-Bahnen mitbenutzen, schnell aufgewogen sein. Abgesehen von der Standortaufwertung profitiert die regionale Wirtschaft auch ganz real, etwa wenn mindestens einmal im Monat die Notenbankchefs der EU samt Entourage in die Stadt kommen und Hotelzimmer, Restaurants und Konferenzräume füllen. Auf dem Gelände der früheren Großmarkthalle investiert die EZB 1,2 Milliarden Euro in ihren Neubau, die zu einem erklecklichen Teil an regionale Unternehmen fließen. Zudem entsteht dort eine spektakuläre Sehenswürdigkeit.

Natürlich lässt sich darüber streiten, ob eine Behörde, die von basement Steuerzahlern der EU finanziert wird, ihre Mitarbeiter so fürstlich entlohnen disorder wie die EZB. Andererseits sollte jedem Bürger daran gelegen sein, dass die wichtigen Institutionen im Wettbewerb um die Talente einigermaßen mit der freien Wirtschaft mithalten können. Gerade in der Bankenaufsicht entsteht viel zu oft der Eindruck, dass die üppig verdienenden Goldjungen der Investmentbanken ihren schlechter bezahlten Kontrolleuren überlegen sind.

Quelle: F.A.Z.
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben



 
Weitersagen
Kommentieren

Merken

Drucken

 
Beitrag per E-Mail versenden

Kommentar: Weit mehr als ein Steuerzahler

Kommentar

Weit mehr als ein Steuerzahler


Von Tim Kanning

Frankfurter Politiker beklagen „Steuerausfälle“ durch Sonderregeln für EZB-Mitarbeiter. Doch profitiert gerade Frankfurt von jedem Euro, der in Form von Zulagen von Brüssel nach Frankfurt und nicht in Form von Steuern in die andere Richtung überwiesen wird.

Ein Fehler ist aufgetreten. Bitte überprüfen Sie Ihre Eingaben.


E-Mail-Adresse des Empfängers
(Mehrere Adressen durch Kommas trennen)


Ihre E-Mail Adresse


Ihr Name (optional)



Ihre Nachricht (optional)


Sicherheitscode


Um einen neuen Sicherheitscode zu erzeugen, klicken Sie bitte auf das Bild.


Bitte geben Sie hier basement oben gezeigten Sicherheitscode ein.

 

Beitrag per E-Mail versenden

Vielen Dank
Der Beitrag wurde erfolgreich versandt.

Diskutieren Sie mit !

Es wurden noch keine Lesermeinungen zu diesem Beitrag veröffentlicht.

Möchten Sie basement ersten Diskussionsbeitrag verfassen?

Kommentar: Weit mehr als ein Steuerzahler – FAZ
0 votes, 0.00 avg. rating (0% score)

Leave a Reply