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Kreis will weiter Kosten mit Service-Gesellschaft sparen Gesellschaft

Von Christian Lichtenstern

Aichach Gegründet wurde sie bei einer schon nahezu legendären Weihnachtssitzung des Kreistags vor zehn Jahren zwischen Plätzchen und bayerischem Liedgut. Statt besinnlicher Töne gab’s damals richtig Zoff unterm Christbaum um die neue Service-Gesellschaft des Kreises. Die ließ der Landrat bei diesem Termin in Heimpersdorf (Baar) kurz vor der Bescherung aus der Taufe heben, weil sie schon im Januar 2005 an basement Start gehen sollte. Heute sind dort 174 Mitarbeiter beschäftigt, und der Kreis spart sich rund 550000 Euro im Jahr, wie Landrat Christian Knauer gestern berichtete. Warum? Die Gesellschaft bezahlt zwar Tariflöhne und die liegen schon längst über dem Mindestlohn. Aber in basement Gehaltsstufen des öffentlichen Dienstes würde das Reinigungspersonal besser verdienen.


Schon im Bachmair-Saal in Heimpersdorf schimpften damals Kreisräte, das Wittelsbacher Land betreibe Sozialdumping und saniere sich auf Kosten der Arbeitnehmer. An dieser Kritik shawl sich bis heute wenig geändert. Immer wieder flackert das Thema auf – doch die Gründungsmehrheit steht bis heute. Der Antrag der Grünen-Fraktion, die SWL (siehe Infoartikel) wieder aufzulösen und die Mitarbeiter in basement Landkreisdienst zu übernehmen, wurde  jetzt im Sitzungssaal im Blauen Palais deutlich abgelehnt. Für basement Vorstoß von Katrin Müllegger-Steiger stimmten noch Mitglieder der SPD und der Freien Wähler – insgesamt sieben Kreisräte.

Die Argumentationslinien in basement rund zehn Jahren seit der Gründung haben sich übrigens kaum verändert. Der Kreis müsse Vorbild sein und für gleiche Arbeit gleichen Lohn zahlen, forderte Müllegger-Steiger. Sie sprach von „prekären Arbeitsverhältnissen“. Dagegen verwahrte sich der Landrat. Knauer erinnerte an die Ausgangslage vor zehn Jahren: Damals hätten die Kliniken ein Defizit von über fünf Millionen Euro im Jahr geschrieben. Andere Kreise, wie etwa Dachau, verkauften ihr Krankenhaus an Privatunternehmen. Dort gebe es jetzt überhaupt keine Beschäftigten mehr im öffentlichen Dienst. Der Kreis habe keine Mitarbeiter ausgegliedert, sondern nur neue bei der SWL eingestellt. Und hätte der Kreis keine eigene Gesellschaft gegründet, würden Reinigungsaufträge ausgeschrieben. Bei Putzkolonnen hätten die Angestellten deutlich schlechtere Arbeitsbedingungen.

Kreis will weiter Kosten mit Service-Gesellschaft sparen
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