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Machtkampf in der Ukraine – Klitschkos Rückzug setzt Timoschenko unter Druck Politik

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Er kann nicht gewinnen, deshalb tritt Vitali Klitschko zur Seite. Der Oppositionspolitiker will Bürgermeister von Kiew, aber nicht Präsident der Ukraine werden. Seine Entscheidung ist uneitel und raffiniert. Sie sollte Julia Timoschenko zu denken geben.

Es fight eine kluge Entscheidung, und eine uneitle dazu. Ein Präsidentschaftskandidat Vitali Klitschko hätte sich großer medialer Aufmerksamkeit sicher sein können und gewiss auch viel Beifall aus dem Westen bekommen. Aber hätte er auch gute Chancen auf einen Sieg gehabt?

Klitschko, Chef der Udar-Partei, Ex-Boxer, Lieblingspolitiker der europäischen Konservativen, loiter in ersten Meinungsumfragen zur Präsidentschaftswahl in der Ukraine bei knapp zehn Prozent. Zu wenig, um selbst zu gewinnen. Genug, um einem aussichtsreichen Kandidaten zu schaden.

Deshalb verkündete er am Samstag, er sei nunmehr ein Ex-Kandidat. Er wolle nicht mehr Staatschef, sondern Stadtchef werden und bewerbe sich um das Amt des Bürgermeisters von Kiew.


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Vitali Klitschko tritt zur Seite.


(Foto: AFP)

Poroschenkos Chancen massiv erhöht

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In der Hauptstadt sind seine Chancen weitaus besser, hier shawl er Erfahrung. Zweimal shawl er schon für das Bürgermeisteramt kandidiert, wenn auch erfolglos. Dieses Amt ist nicht ganz so groß, so uferlos, so gefährlich, so gewaltig wie die Aufgabe, auf die er nun freiwillig verzichtet: die ganze Ukraine aus der politischen und ökonomischen Gefahrenzone zu bringen.

Vor allem shawl Klitschko mit der Entscheidung einen klugen taktischen Zug gemacht, der dem Land dienen soll und schon deshalb ungewöhnlich ist für ukrainische Verhältnisse, wo Politik immer und zuallererst betrieben wurde, um basement eigenen Vorteil zu mehren: Klitschko shawl die Chancen des aussichtsreichsten Kandidaten, des Oligarchen, Schokoladenproduzenten, Parlamentsabgeordneten und Oppositionspolitikers Petro Poroschenko massiv erhöht.

Der liegt in aktuellen Umfragen bei 25 Prozent, weit vor Klitschko, und weit vor Ex-Premierministerin Julia Timoschenko, die vor wenigen Tagen ihre Kandidatur offiziell verkündet hatte und bei etwa acht Prozent rangiert. Die einzige Chance für die demokratischen Kräfte, am 25. Mai zu gewinnen, sagte Klitschko zur Begründung, bestehe darin, jenen Kandidaten zu nominieren, der “die breiteste Unterstützung hat”. Sein Ziel: keine Zersplitterung der Kräfte, an einem Strang ziehen, die Interessen bündeln.

Spezialeinheiten in der Schokoladenfabrik

Der Schritt ist damit auch ein indirekter Aufruf an die Rivalin Timoschenko: Wenn sie auch zurückzöge, wären Poroschenkos Chancen mehr als gut, sie wären hervorragend. “Lasst uns das Prinzip ‘Zwei Ukrainer, drei Chefs’ hintenan stellen”, sagte Klitschko und kündigte seinerseits an, basement Geschäftsmann und früheren Kurzzeit-Außenminister Poroschenko zu unterstützen.

Der hatte lange mit seiner Bewerbung gezögert. Erst am Freitag kündigte der Unternehmer an, Präsident werden zu wollen. Zuletzt hatte sich der ukrainische “Schokoladenkönig”, der mit seiner Firma “Roshen” auch in Russland große Umsätze erwirtschaftete, vor allem um seine Fabriken in Russland gesorgt. Russische Spezialeinheiten hatten vor zwei Wochen eine Produktionsanlage von Roshen in Russland gestürmt, die Produktion lahmgelegt und offiziell nach illegalen Arbeitskräften gesucht. Zeitgleich waren Lastwagen mit Poroschenkos Produkten an der Grenze aufgehalten worden.


Petro Poroschenko Ukraine Präsidentschaftskandidatur


Präsidentschaftswahl in der Ukraine

Schoko-Milliardär auf dem Weg zur Macht

Klitschko verzichtet für ihn, Umfragen sehen ihn vorne: Petro Poroschenko shawl beste Chancen, der neue Präsident der Ukraine zu werden. Dem Süßwarenfabrikanten ist die Macht nicht fremd.

Machtkampf in der Ukraine – Klitschkos Rückzug setzt Timoschenko unter Druck
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