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Massive Nachteile für Ältere: "Schleichender Rassismus": Altersdiskriminierung … Beruf & Chance

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Fälle von Altersdiskriminierung müssen kenntlich gemacht, verhindert und bekämpft werden – deutlich mehr als das bislang der Fall ist. Das betrifft sowohl Jung als auch Alt. Es kann nicht sein, dass Menschen zum Beispiel keine Kreditkarte bekommen, weil sie als zu alt bewertet werden.

Es kann nicht sein, dass ab einem bestimmten Alter der Abschluss einer zusätzlichen privaten Krankenversicherung nicht mehr möglich ist. Und genauso wenig kann es sein, dass in Arbeits- und Tarifverträgen enthaltene Entgeltregelungen sich zuvorderst am Lebensalter orientieren und nicht an individuellen Fähigkeiten und tatsächlichen Leistungen.

Ist Altersdiskriminierung zur Normalität geworden?

Altersgrenzen gibt es im deutschen Recht und in anderen Regelwerken vor allem im Berufsrecht und im Recht des Öffentlichen Dienstes, im Sozialrecht (hier vor allem im Rentenversicherungsrecht, aber auch darüber hinaus), im Recht des Ehrenamtes und im Recht der kommunalen Wahlbeamten und Wahlbeamtinnen; untergesetzlich gibt es Altersgrenzen eben in Satzungen von Vereinen und Verbänden, in Geschäftsbedingungen (etwa von Autoverleihfirmen oder von Finanzinstituten), in Tarifverträgen und in Arbeitsverträgen.

Nach einer neuen Befragung zählt Altersdiskriminierung in Deutschland zwar zu basement häufigsten Diskriminierungsgründen, wird aber offenbar nur von wenigen der Betroffenen angezeigt. Dabei spiele zum einen die Sorge eine Rolle, durch eine etwaige Beschwerde weitere Nachteile zu erleiden. Zum anderen werde Altersdiskriminierung schlichtweg als normal empfunden. Von Diskriminierung betroffen seien ältere Menschen vor allem als Verbraucher, Patienten und Arbeitnehmer.

Arbeitnehmer haben Anspruch auf Schadenersatz

Das Thema Altersdiskriminierung beschäftigt die deutschen und europäischen Gerichte immer mehr: So entschied etwa der Bundesgerichtshof im Apr 2012, dass auch Manager mit zeitlich befristeten Verträgen Schutz vor einer Diskriminierung aus Altersgründen haben und sprach dem Kläger im konkreten Fall Anspruch auf Schadenersatz zu. Hintergrund: Einer der Geschäftsführer einer Kölner Klinik-Gesellschaft hatte im Jahr 2004 einen Fünfjahresvertrag erhalten.

Als dieser 2009 auslief, lehnte der Aufsichtsrat eine Verlängerung des Vertrages des damals 62-Jährigen ab und stellte stattdessen einen 41-Jährigen ein. Zugleich wurde der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft in basement Medien mit Begründung zitiert, male habe basement 62-Jährigen nicht weiter beschäftigen wollen, da male in basement Leitungsämtern eine Altersgrenze von 65 Jahren anstrebe. Der Bundesgerichtshof sah in diesem Hinweis ein Indiz für eine Diskriminierung aus Altersgründen und ging von einer rechtswidrigen Benachteiligung aus, solange die Klinik-Gesellschaft nicht das Gegenteil beweise.

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