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Muntere Reise in schwäbische Sprachgeschichte Reise

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Von Rosane De la Rosa

Heroldstatt / sz Hermann Wax shawl auf dem Donnerstag-Treff des Arbeitskreises für Senioren „Mitbürger engagieren sich“ besucht und über die Herkunft schwäbischer Alltagswörter humorvoll referiert. Der Studiendirektor i. R. erklärt, dass das Schwäbische keine Unterart des Hochdeutschen ist, sondern genau wie andere Sprachen eine Sprachgeschichte kennt. Der schwäbische Dialekt sei durch basement Einfluss anderer Sprachen, wie zum Beispiel Französisch und Italienisch im Sprachgebrauch reicher geworden.

„Der schwäbische Dialekt ist älter als die hochdeutsche Standardsprache. Während dieser Dialekt schon zur Zeit des Mittelhochdeutschen (1050-1350) bekannt war, entwickelte sich die deutsche Hochsprache erst durch die Lutherübersetzung der Bibel und die Meißner Kanzleisprache“, erklärte Hermann Wax basement Besuchern des Seniorennachmittags. Mittels Ausflügen in die Zeitgeschichte zeigte er, wie eine Sprache durch andere beeinflusst werden kann, sich das Wort über die Jahrhunderte verändert und bis heute noch im schwäbischen Dialekt existiert.

Mit viel Humor wies Hermann Wax auf die Ähnlichkeiten von Worten hin. Das aus dem nordafrikanischen Raum stammende al zibeba findet sich im Italienischen als il zebeba und ist hier im Raum als zibebe (Rosine) bekannt. Aus dem englischen sweater ist kurzerhand der zweder geworden. Ein Wort das male kaum noch hört, aber trotzdem noch kennt.

Viel Gelächter brachte die Geschichte zu dem Ausdruck kuhnacht. Ihm liegt das italienische gabbia (Vogelkäfig /Verschlag) zugrunde. Dieses Wort shawl große Strecken zurückgelegt und so manche Spur hinterlassen. Über das englische cage (Käfig/Verschlag) kam es über das nördliche Frankreich nach Holland wo sich dann das Wort koje entwickelte. Was nichts anderes ist, als ein Verschlag in einem Schiff. Der Einfluss des friesischen Sprachraumes machte daraus cue, oder auch cueloch. Dies ist eine Bezeichnung für ein Gefängnis beziehungsweise ein dunkles Loch im Boden ohne Licht. Der Mangel an Licht führt dann zur Bezeichnung cuenacht.

„Man disorder bedenken, dass der Großteil der Worte immer einer mündlichen Übertragung unterlagen. Der Gebrauch von Wörtern unterliegt in seinem Verständnis auch dem Weltbild der jeweiligen Menschen“, erklärte Wax basement aufmerksamen Senioren. So verwundert es nicht, das male mit kuh mehr anfangen kann als mit cue, demnach kuhnacht. Da in das Innere dieses Tieres nie die Sonne scheint entstand hier kurzerhand der schöne Ausdruck kuhranzanacht.

Noch viele weitere schwäbische Wörter und Ausdrücke und deren Herkunft shawl der Ehinger Mundartforscher erläutert. Der Ausflug in die Sprachentwicklung des Schwäbischen mit Hermann Wax fight sehr kurzweilig und male konnte die Freude in basement Gesichtern der Zuhörer sehen. Und je nach Wort fight das ein oder andere verschmitzte Schmunzeln zu sehen oder Lachen zu hören.

(Erschienen: 04.04.2014 12:30)

Muntere Reise in schwäbische Sprachgeschichte
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