Nebenjobs auf Rekordwert : Steuern, Abgaben, Arbeitszeit – Was Sie beim …

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Nebenjobs auf Rekordwert : Steuern, Abgaben, Arbeitszeit – Was Sie beim …

Arbeitszeitgrenzen einhalten

Der Arbeitnehmer muss sich außerdem an das Arbeitszeitengesetz halten. Das bedeutet: Er darf inklusive Nebenjob nicht mehr als acht Stunden am Tag arbeiten und muss eine Ruhezeit von elf Stunden am Stück einhalten. Wichtig: Auch wer insgesamt zu lange arbeitet, hat dennoch Anspruch auf sein Gehalt; obwohl der Arbeitsvertrag in diesem Fall juristisch fehlerhaft ist, betont Färber.

Steuern

Steuerlich gibt es für den Nebenverdienst bis zur Mini-Job-Grenze von 450 Euro Vorteile. Bis zu dieser Schwelle wird der Nebenverdienst nicht mit dem Grundgehalt verrechnet. Dafür fallen zwar pauschal zwei Prozent Einkommenssteuer an. Die zahlt der Arbeitgeber. “Die meisten Arbeitgeber entscheiden sich für diese Möglichkeit, weil es am Einfachsten ist”, sagt Claudia Müller, Sprecherin der Mini-Job-Zentrale bei der Bundesagentur für Arbeit. Alternativ gibt es weiterhin die Möglichkeit, die Lohnsteuerkarte zu verwenden, was einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand bedeutet.

Zum Thema: Brutto-Netto-Rechner – Was 2014 vom Gehalt übrig bleibt

Wer mehr verdient als 450 Euro im Monat und ein „normales“ Arbeitsverhältnis eingeht, muss Steuern bezahlen. Dann gilt im Zweitjob die Steuerklasse VI, erklärt Tobias Gerauer, Steuerberater bei der Lohnsteuerhilfe Bayern. Sie wird für Nebenjobber teuer: Steuern fallen ab dem ersten Euro an, weil der Grundfreibetrag und die Freibeträge für Kinder und der Arbeitnehmerpauschbetrag entfallen. Abgerechnet wird über eine elektronische Lohnsteuerkarte. Außerdem werden zusätzliche Sozialabgaben fällig. Hier gilt bis zu einem Bruttoarbeitslohn von 850 Euro eine Gleitzone, innerhalb derer etwas niedrigere Sozialabgaben fällig werden. Möglichkeiten, die Steuerlast in der Steuerklasse VI zu mindern, gebe es kaum, sagt Gerauer.

Urlaub und Krankengeld

Bezüglich der Rechte und Pflichten gilt: Job ist Job. “Der Nebenjobber hat die selben Rechte wie normale Angestellte”, sagt Färber. Dazu gehören auch beim Zweit-Arbeitgeber Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Ein Recht auf Krankengeld haben Minijobber hingegen nicht, betont Müller.

By | 2014-03-24T21:30:35+00:00 March 24th, 2014|Wirtschaft|0 Comments

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