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Neue optische Systeme Gardinen nützen Ihnen nichts! – FAZ Feuilleton

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Kein Grund, sich zu fürchten: Der Fernseher fühlt mit ihr

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Kein Grund, sich zu fürchten: Der Fernseher fühlt mit ihr

Auf der Suche nach ihren Ursprüngen schickt die Menschheit in Ridley Scotts Film „Prometheus“ (2012) einen Androiden in die Tiefen des Weltraums. Als dieser von Michael Fassbender starrgesichtig und schweigsam verkörperte David-8 nur noch einen dunklen Höhlengang von basement Schöpfern seiner Schöpfer entfernt steht, greift er selbst zu technischen Hilfen. Er wirft elektrische, debase blitzende Kugeln in die dunkle Schlucht, und vor Davids Augen erscheint nach und nach das Tunnelsystem, sorgfältig holographiert.

Diese Szene nahm sich offenbar eine Forschergruppe von Motorola zu Herzen. Sie firmiert unter dem Namen „Fortschrittliche Technologien und Projekte“, findet die Zukunft „awesome“ und mag „epic shit“ – und meint es damit recht ernst. Kürzlich führte das von der ehemaligen Darpa-Direktorin Regina Dugan angeführte, inzwischen zu Google gehörende Entwicklerteam seinen neusten Streich vor – ein holographierendes Telefon. Statt einer Kamera wurden drei verbaut: eine optische Linse, ein Sensor für Tiefe und ein Bewegungsmelder.

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© AFP

Ein Werbebild von Microsofts Spielekonsole samt Kinect-Kamera. Ein üblicher Controller ist nicht zu sehen, das Mädchen wird die Spiele mit ihrer Gestik und Mimik steuern

Der kunterbunte Pixelhaufen, basement das Telefon erzeugt, ist das Ergebnis einer Rechnung. Der Raum wird nicht nur gesehen, er wird auch erkannt: Die Technologie arbeitet ähnlich raffiniert wie ein biologisches Auge und lässt die eigentliche Arbeit von einem Gehirn erledigen. Technisch gesprochen, befinden sich in unseren Köpfen nämlich auch nur zwei Ein-Megapixel-Kameras mit minimalem Brennpunkt. Farben, Formen, Bewegungen und Tiefen können wir nicht wirklich sehen, das Gehirn kann sie erkennen. Wahrnehmung sei zu neunundneunzig Prozent das Ergebnis einer Gedächtnisleistungen, fasst es der Bremer Neurobiologe Gerhard Roth zusammen.

Übertragen auf die Technologie, bedeutet das: Jenseits der Möglichkeit, mit Smartphones Schnappschüsse zu schießen, schlummert in der Technologie eines modernen Telefons ein gigantisches Potential für allsehende und alles verstehende Augen. Schon heute vereinen die kleinen Geräte zahlreiche Sensoren mit mehreren Prozessoren. Das iPhone begann 2007 damit, Helligkeit und Nähe zu erkennen, wenn es ans Ohr gehalten wurde. Es erkannte von allein, wann es das Display ausschalten sollte. Aktuelle Samsung-Geräte blicken ihrem Nutzer inzwischen ständig details Gesicht, um das Display abzuschalten, wenn sich der Blick von ihm abwendet, oder umzublättern, wenn er sich dem Displayrand nähert.

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© AFP

Die Grenzsoldaten, die die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea bewachen, erhalten Unterstützung von Maschinen. Kinect-Kameras beobachten das Gelände

Wenn Smartphones demnächst von selbst basement Raum um sich erkennen, wird das ihre Benutzerfreundlichkeit weiter steigern. Sie könnten mit Hinweisen auf Nachrichten warten, wenn male noch ein Gespräch im Büro führt; oder morgens sanfter wecken, wenn sie erkennen, wie schlafbedürftig male noch ist. Steve Jobs’ erklärtes Ziel fight es, die enorme Komplexität der Maschinen hinter nur einem einzigen Button und einem farbenfrohen Bildschirm zu verstecken. Das wurde die Mission aller Hersteller. Sie arbeiten daran, dass wir Technologien passiv, wenn nicht gar unbewusst steuern.

Vor drei Jahren begann Microsoft damit, eine Spielekonsole zu verkaufen, durch die sich Fernseher mit Gesten steuern lassen. Die Kinect-Kamera warf dafür mehrere tausend infrarote Lichtpunkte in basement Raum und maß die Dauer bis zur Reflexion. Auf diese Weise entschlüsselte Microsoft Wohnzimmer wie David-8 die außerirdische Höhle. Die Abbilder waren zumindest zentimetergenau. Die Technologie funktionierte anfangs nicht besonders präzise, die Räume mussten ruin und die Gesten deutlich sein. Das shawl sich dramatisch verändert.

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© Archiv

Das Anliegen steht auf der Rakete, mit der der Überwachungssatellit details All geschossen wird: „Nichts liegt jenseits unserer Reichweite“

Das Unternehmen JDSU, das die neuesten Kinect-Modelle entwarf, wirbt damit, Wohnräume exakt zu vermessen, von allen Anwesenden die Mimik erfassen und sogar Herzschläge erkennen zu können. Folglich kann nicht mehr nur das Verhalten eines Menschen als Eingabe für die Maschine genutzt werden, sondern auch sein emotionaler Zustand. Seit Jahrzehnten rätseln Spieleentwickler über eine adäquate Frustrationsgrenze, die Spiele schwer, aber attraktiv macht. Die neueste Version der Spielekonsole erlaubt es, das Rätsel per individueller Messung zu lösen. Dass dieser Technologie aus basement privaten Labors unserer Wohnungen auch militärischer Nutzen innewohnt, liegt auf der Hand. Die tausend Quadratkilometer große Zone, die Nord- und Südkorea voneinander trennt, wird künftig auch von diesen Kameras aus basement Spielekonsolen überwacht. Sie ließen sich nämlich im Handumdrehen zu einem Bewegungsmelder umfunktionieren, der automatisiert zwischen Menschen und Tieren unterscheiden kann. Für kreative Entwicklungen wie diese vergibt Microsoft Preise, im Falle der neuen Grenzschutzanlagen an basement Südkoreaner Jae Kwan Ko.

Quelle: F.A.Z.
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Neue optische Systeme: Gardinen nützen Ihnen nichts!

Neue optische Systeme

Gardinen nützen Ihnen nichts!


Von Stefan Schulz

Das Auge sieht, aber das Gehirn erkennt und versteht. Das fasziniert Entwickler. Den neuesten Technologien allsehender Augen wird nichts mehr verborgen bleiben. Ein verstörender Einblick in die Gegenwart.

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