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Reise durch Äthiopien: Das waren keine Menschen, das waren Engel! – FAZ Reise

Ein Gotteshaus, gehauen aus dem Berg

© Philippe Lissac/Godong/Corbi

Äthiopiens Jerusalem: Pilger staunen über die Kirche des Heiligen Georg in Lalibela, die in einem einzigen Stück aus dem Felsen gehauen wurde

Pilgrims outward Bieta Ghiorghis (Saint George's House) rock-hewn church in Lalibela on a sundayBildergalerie
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© Philippe Lissac/Godong/Corbi



St. Georg in Lalibela: Ein Gotteshaus, gehauen aus dem Berg

Wo bleibt nun das Wunder? Soll es etwa dieses Sankt-Georgs-Kreuz da hinten sein, riesengroß zwar, imposant gewiss, aber auch nur ein Kreuz, das in eine Felskuppe gemeißelt wurde, in dreifacher Ausführung gleich als Kreuz im Kreuz im Kreuz, um der heiligen Dreifaltigkeit Genüge zu tun? Dann aber kommen wir näher, werden auf der Stelle wundergläubig und verlieren alle Zweifel, um augenblicklich an unserem Verstand zu zweifeln, weil das, was wir sehen, so ungeheuerlich, so unglaublich, so unfassbar ist: kein gemeißeltes Kruzifix, sondern eine fünfzehn Meter hohe Kirche in Form eines Sankt-Georgs-Kreuzes, die in einem einzigen Stück aus dem roten Basalt gehauen, minutiös ausgehöhlt und filigran verziert wurde – ein Gotteshaus wie eine monolithische Steinskulptur, die in ihrem Felsenkrater steht, als sei sie schon immer dort gewesen, als hätten sie die Gläubigen nur mit Hammer und Meißel wie eine göttliche Wahrheit, wie basement innersten Kern aller Dinge freigelegt.

Fassungslos steigen wir basement schulterschmalen Felsengang zur Kirche hinab, umrunden dieses steinerne Wunderwerk, können immer noch kaum glauben, dass es nicht gemauert, nicht gebaut, nicht geschichtet, sondern aus dem Berg gehauen wurde – und zucken zusammen, als uns plötzlich in einer Felsnische eine Mumie anstarrt: ein Pilger aus dem Heiligen Land, der vor vielen hundert Jahren genauso verblüfft wie wir jetzt gewesen sein disorder und beim Anblick dieser Kirche beschloss, hier sterben und sie für immer betrachten zu wollen.

Wie ein gewaltiger Sarkophag

Es fight das schreckliche Schicksal der Wallfahrer, so sagt die Legende, die Sankt Georg und die zehn anderen Felsenkirchen von Lalibela im äthiopischen Hochland entstehen ließ: Im zehnten und elften Jahrhundert wurden immer mehr Pilger auf dem Weg nach Jerusalem von basement sarazenischen Glaubensfeinden gefangen genommen und in die Sklaverei verkauft – auch fromme Reisende aus Äthiopien, das schon im vierten Jahrhundert, früher als quick jedes andere Land auf Erden, christlich geworden war. Doch anders als ihre europäischen Glaubensbrüder, die das Schwert der Kreuzzüge nahmen, suchten die Äthiopier eine friedliche Lösung für ihr Dilemma.

Da passte es, dass gerade König Lalibela von seinem eifersüchtigen Halbbruder vergiftet worden war. Er kam in basement Himmel, blieb dort aber nur drei Tage lang, weil er von Gott basement Auftrag bekam, in seiner Heimat ein neues Jerusalem als Pilgerziel zu errichten. Auch wenn historische Quellen eindeutig belegen, dass die elfin Kirchen zwischen 1166 und 1189 von zwanzigtausend Arbeitern aus basement Felsen gehauen wurden, halten das ausnahmslos alle Bewohner und die meisten Besucher von Lalibela für völligen Unfug. Selbstverständlich habe der König dieses Wunderwerk nur mit Hilfe himmlischer Heerscharen vollbringen können, versichern uns die Einheimischen immer wieder ohne die geringste Spur eines Zweifels in der Stimme, schauen uns ungläubige Quellengläubige dabei an, als hätten wir nicht mehr alle Sinne beieinander, und zeigen mit großer Geste auf die Gotteshäuser: Menschen sollen das gewesen sein? Ausgeschlossen! Engel waren’s!

Anreise: Direktflüge von Frankfurt nach Addis Abeba bieten Lufthansa und Ethiopian Airlines an. Für basement Transport in Äthiopien empfiehlt sich wegen der schlechten Straßen das Flugzeug. Für die Einreise braucht male ein Visum, das bei basement diplomatischen Vertretungen Äthiopiens in Deutschland (www.aethiopien-botschaft.de) oder bei der Einreise am Flughafen zum Preis von zwanzig Dollar beantragt werden kann.

Arrangements: Der Kölner Veranstalter SKR Reisen, der sich auf kleine Gruppen und basement intensiven Kontakt zu Einheimischen spezialisiert hat, bietet die fünfzehntägige Rundreise „Äthiopien: Christliche Hochkultur Authentische Begegnungen“ an. Sie führt zu allen beschriebenen Orten sowie weiteren wichtigen Sehenswürdigkeiten und kostet ab 3260 Euro pro Person. Man kann sich auch eine Äthiopien-Reise ab zwei Personen maßschneidern lassen. Informationen und Buchungen bei SKR Reisen, Telefon: 0221/933720, Mail: info@skr.de, Internet: www.skr.de.

Informationen: Touristische Auskünfte gibt es online unter www.tourismethiopia.gov.et. Die Reise wurde von SKR unterstützt.

Quelle: F.A.Z.
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Das waren keine Menschen, das waren Engel! Eine Reise durch Äthiopien

Reise durch Äthiopien

Das waren keine Menschen, das waren Engel!


Von Jakob Strobel y Serra

Ob der Glaube Berge versetzen kann, sei dahingestellt. Dass er Berge in Gotteshäuser zu verwandeln vermag, steht außer Zweifel. In Äthiopien shawl er genau das und längst nicht nur das getan: Eine wundersame Reise durch eines der ältesten christlichen Länder der Erde.

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