Reise durch Spanien: Valle del Jerte: Kirschblüten in Weiß und Rosa

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Reise durch Spanien: Valle del Jerte: Kirschblüten in Weiß und Rosa

Kirschblütenzeit in Valle del Jerte

Kirschblütenzeit in Valle del Jerte

FOTO: dpa, zeh

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Mitten im duftenden Blütenlabyrinth seines Gartens erspäht Gustavo Izquierdo Elizo im warmen Morgenlicht ein einzelnes Kirsch-Zweiglein und schaut so glücklich auf, als hätte er gerade einen verschollenen Goldschatz der Konquistadoren entdeckt. Fast ehrfürchtig wischt der alte Obstbauer sich die Finger am blauen Kittel sauber, hebt den Zweig mit der linken Hand leicht an und zeigt mit der rechten vorsichtig auf die pummeligen rosa Blüten, die sich gerade erst aus dem schützenden Knospenmantel gewagt haben. “Eine uralte Sorte”, freut sich Don Gustavo, “mein Schwager hat sie mir vergangenes Jahr geschenkt, und ich habe einen meiner ältesten Bäume damit veredelt”.

Kirschen sind immer ein Gesprächsthema

Wenn die zwei Millionen Kirschbäume im Valle del Jerte ihre Frühlingskleider anlegen und man als Besucher im weißen und rosafarbenen Meer leicht den Überblick verliert, schaut ein Kenner natürlich ganz genau hin. Und in der Tat ist die Vielfalt beachtlich: Während sich einige Bäume mit kleinen Blüten ganz in Weiß begnügen, recken andere die duftenden Köpfchen gleich als verschwenderische Blütenbüschel und in den unterschiedlichsten Rosatönen dem azurblauen Himmel entgegen. “Mehr als 200 Sorten bauen wir im Tal an”, sagt Izquierdo Elizo stolz. Tagsüber hegen und pflegen die Bauern im Tal ihre Früchtchen, abends trifft man sich in der Dorfbar und redet – oft über Kirschen, wie Don Gustavo gesteht. “Die bestimmen einfach unser Leben hier. Und manchmal ist es ein richtiger Wettbewerb um die ungewöhnlichsten Sorten.”

Das Valle del Jerte im Frühling erinnert an das märchenhafte Kirschblütental von Astrid Lindgrens “Brüder Löwenherz”. Ein wahres Paradies zumindest für Obstbäume: Auf Jahrhunderte alten, sorgsam gepflegten Terrassen tupfen sie die Berghänge wie rosa und weiße Wattebäusche. Wer von Osten, also aus Richtung Madrid, ins Valle del Jerte anreist, wird dabei mit dem spektakulärsten Aha-Erlebnis belohnt. Lange Zeit führt die Straße fast schnurstracks über die karge, baumlose Hochfläche der Extremadura, über die auch tagsüber noch eine frische Brise weht. Und gerade wenn man fast schon müde wird, endet am Aussichtspunkt von Puerto de Tornavacas die Eintönigkeit abrupt: Tief eingeschnitten wie ein Canyon liegt einem das Valle del Jerte zu Füßen.

Ende März tragen die Gipfel noch Schnee

Zusammen mit der warmen Luft weht der Kirschblütenduft hinauf bis zum Mirador auf 1275 Metern Höhe. 40 Kilometer weit erstreckt sich tief im Tal der Teppich aus Blüten und endet erst kurz vor den mittelalterlichen Stadttoren von Plasencia. An den höheren Berghängen, wo es auch den robustesten Kirschen zu kühl wird, leuchtet das grüne Band der Eichenwälder, die von den flachen, baumlosen Zweitausendern des Gredo-Gebirges überragt werden. Die Gipfel tragen auch Ende März noch dicke Hauben aus Schnee.

Geschützt durch die hohen Berge gedeiht die Natur im Tal in einem besonderen Mikroklima. Die Winter in den Tieflagen sind vergleichsweise mild, danach sorgen die Schmelzwasser bis in den Frühsommer hinein für üppiges Wachstum. Apropos: Das Wasser im Valle del Jerte ist eine Attraktion für sich. Überall braust und rauscht, plätschert und gurgelt es im Frühling durch künstliche Bächlein hindurch über die Obstterrassen. Ein uraltes Netz aus Wasserläufen wird gespeist von den riesigen Wasserfällen, die überall tosend durch die steilen Seitentäler hinabstürzen.

Am lautesten donnert es oberhalb des Dörfchens Navaconcejo ins Tal: Garganta de Nogaledas heißen die Fälle, die hier über drei hohe Stufen gewaltige Wassermassen ins Tal befördern und sich erst zwischen den Obstgärten beruhigen. Ein Wanderweg führt unmittelbar an den Kaskaden den Berg hinauf.

Ungewöhnliche Vogelwelt

Die südlichen Hochlagen gehören zum Naturreservat Garganta de los Infiernos, wo es sogar noch Iberische Luchse geben soll, die Miniausgabe der europäischen Großkatze. Eingerahmt von dicken grünen Moospolstern und blühendem Ginster führen gut beschilderte Wanderwege durch die lichten Steineichenwälder, die besonders für ihre Vogelwelt bekannt sind. Die ungewöhnliche Vielfalt ist nicht zu überhören. Wenn unten im Tal die Kirschbäume blühen, kann man hier oben zur Balzzeit einer Piepshow lauschen, die auch Nicht-Ornithologen begeistert.

Mit etwas Glück macht man dabei auch die Urheber des Fiepens und Piepens, Trällerns und Rufens aus und entdeckt im Geäst der Bäume seltene Exemplare wie die Theklalerche, den Berglaubsänger, die Blauelster oder den Zwergspecht. Auch ein Blick in den Himmel lohnt, oft weiten die Mönchs- und Gänsegeier aus dem nahen Nationalpark von Monfragüe ihre Thermikflüge bis über das Valle del Jerte aus, auf der Suche nach Beute oder neuen Revieren. Im hübschen Dörfchen Casas del Castañar startet ein Rundweg zu besonders spektakulären Naturwundern: Vereinzelt im Wald stehen hier mehr als 700 Jahr alte Kastanienriesen, die Stämme mit den Ausmaßen von Carports, und begrüßen selbst am Ende ihres langen Baumlebens den Frühling noch mit zartem Grün.

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By | 2014-03-17T14:02:58+00:00 March 17th, 2014|Reise|0 Comments

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