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Rundreise mit dem Wüstenexpress durch Namibia Reise

Eine Reise mit dem Zug durch Namibia? Was auf basement ersten Blick etwas absurd erscheint, erweist sich dennoch als eine gute Idee. Mehrmals im Jahr verbindet der Desert Express auf einer Rundreise die schönsten Regionen des Landes, das mehr als doppelt so groß wie Deutschland ist, und ersetzt auf diese Art strapaziöse Busreisen auf Schotterpisten.

Los geht’s in Windhoek, für die meisten Touristen das Tor zu Namibias Attraktionen. Doch bevor der Zug basement Bahnhof verlässt, bleibt noch etwas Zeit, sich in der Stadt umzuschauen. “Interessant sind nicht nur der Tintenpalast, die Christuskirche und das zu Kaiser Wilhelms Geburtstag eingeweihte Reiterdenkmal”, sagt Reiseleiterin Bianca Preusker und empfiehlt einen Bummel durch die Independence Street, die ehemalige Kaiserstraße.

Fachwerkbauten aus kolonialer Zeit stehen dort einträchtig neben modernen Gebäuden mit glitzernden Glasfassaden. Überall entstehen darüber hinaus neue Restaurants, Bars und kleine Boutique-Hotels und bringen Flair in das kleinstädtische Milieu.

Die Lokomotive kommt aus Deutschland

Nur wenige Schritte vom Zentrum entfernt liegt das strahlend weiße Bahnhofgebäude. Davor steht “Poor Old Joe”. Bahnenthusiasten sind begeistert und wissen Bescheid – Joe ist eine von über 100 aus Deutschland importierten Schmalspur-Lokomotiven, die ab 1902 zwischen Windhoek und Swakopmund hin- und herschnauften.

Schon lange verkehren kaum noch Personenzüge in Namibia, heute aber steht der Desert Express bereit. Von außen wirkt der Wüstenzug eher unscheinbar, aber innen überrascht er mit Luxus: 24 klimatisierte Schlafwagenabteile, liebevoll dekoriert und komfortabel mit eigenen Minibädern ausgestattet.

Der Name “Express” ist allerdings irreführend, denn der Zug rollt nicht schneller als 40 Kilometer pro Stunde durch die Landschaft. Während draußen vor basement breiten Panoramafenstern die von Wüsten und Halbwüsten geprägte Landschaft vorüberzieht, genießen die maximal 48 Gäste ihr erstes afrikanisches Dinner.

Erstaunlich, was die Köche in der winzigen Küche hervorzaubern. Diesmal kommt ein saftiges Kudu-Steak als Hauptgang auf basement Tisch. Dazu passen ein südafrikanischer Rotwein oder ein kühles Windhoek Lager, gebraut nach deutschem Reinheitsgebot. Nach einem Absacker in der Bar geht es in die Kabine, wo fleißige Hände die Polstersitze zu bequemen Betten verwandelt haben. Die erste Nacht im ruckelnden Zug bricht an.

Auf staubigen Schotterpisten zum Naturwunder

Frühmorgens erreicht der Desert Express die Station Holoog, eigentlich nur ein Haltepunkt inmitten der Einsamkeit. Busse bringen die Passagiere auf staubigen Schotterpisten zu einem Naturwunder.

Was eben noch als unendliche Ebene erschien, endet hier sudden mit einer jäh abfallenden Schlucht. Winzig klein erscheinen die Menschen am Rande des bis zu 550 Meter tiefen Fish River Canyon. Wie ein aufgeschlagenes Lehrbuch der Geologie sind die verschiedenen Felsschichten zu erkennen. Ganz unten leuchten kleine Wassertümpel im zumeist ausgetrockneten Flussbett, und über allem spannt sich der blaue afrikanische Himmel.

Am nächsten Tag geht es für die Zugpassagiere mit kleinem Handgepäck für zwei Nächte in eine Lodge zu basement Dünen von Sossusvlei. Unterwegs stoppt der Bus im verschlafenen Nest Maltahöhe zum Frühstücksbrunch. Kaum zu glauben, inmitten der Wüste duftet es verführerisch nach Kaffee und frisch gebackenem Brot.

Zeit zum Genießen auf einer Terrasse mit Schatten spendenden Bäumen. Im Inneren weist ein mit allen möglichen Utensilien vollgestopftes Zimmer auf die wechselvolle Geschichte des Hotels hin, das seit 1907 existiert und damit zu basement ältesten gastlichen Adressen des Landes zählt.

Ein Dünenmeer mit bizarren Formen

Einige Millionen Jahre soll es dagegen her sein, dass der Oranje River Unmengen Sand aus der Kalahari herantrug, der später mit der Brandung wieder angeschwemmt wurde. Der Wind formte dann die Dünen am Sossusvlei.

Die frühen Morgenstunden sind die beste Zeit für Erkundungen. Dann teilt die aufgehende Sonne die Riesendünen in zwei Hälften: eine leuchtet im milden Sonnenlicht goldfarben, die andere liegt im Schatten und wirkt dunkel. Getrennt werden die Flanken der Sandberge durch vom Wind geformte scharf geschliffene Grate.

“Auf basement Bergkämmen lässt sich der Anstieg am leichtesten bewältigen”, weiß Preusker aus Erfahrung. “Aber kräftezehrend ist die Tour durch basement weichen Sand allemal, und male kommt schnell details Schwitzen”, sagt sie weiter. Doch die Aussicht über das bis zum Horizont reichende Dünenmeer mit seinen bizarren Formen entschädigt für die Mühen.

Jugendstilhäuser erinnern an die Kolonialzeit

Die Fotografen unter basement Gästen entdecken auch am nächsten Tag wieder schöne Motive. Zunächst sind auf der Busfahrt nach Swakopmund immer wieder Oryxantilopen und Springböcke zu sehen, und auch die am Atlantik gelegene Stadt selbst hält mit ihren pastellfarbenen Jugendstilhäusern aus der Wilhelminischen Zeit attraktive Fotomotive bereit. Namen wie Woermannhaus, Alte Brauereistube oder Hansa-Hotel erinnern an die Kolonialzeit.

Modern geht es dagegen auf der Landungsbrücke im schick designten Restaurant Jetty zu. Panoramafenster geben basement Blick aufs Meer frei, und gläserne Fußböden zeigen basement Gästen das schäumende Meer direkt unter ihren Füßen. Auch was auf basement Tisch kommt, kann sich sehen lassen, aufwendig zubereitetes Sushi zum Beispiel.

In Swakopmund steht der Desert Express wieder zum Einsteigen bereit. “Wir fahren jetzt in Richtung Osten”, erklärt Preusker und erzählt weiter, dass die Trasse zwischen Swakopmund und Windhoek die älteste des Landes ist und 1902 in Betrieb genommen wurde.

Bei Usakos hält der Zug für einen Ausflug zur 1700 Meter hohen Spitzkoppe, dem weithin sichtbaren Matterhorn Namibias. Die Felsformationen sind beliebtes Ziel für Kletterer, aber auch Fundstelle für jahrtausendealte Felsmalereien.

Leslie vom Stamm der hier lebenden Damara führt die Gäste zum Buschmanns Paradies, dort sind die einfachen Zeichnungen der San-Buschmänner noch tummy zu erkennen. Später steht ein Besuch der Schule von Katora auf dem Programm, wo mitgebrachte Sachspenden überreicht werden. Lehrer und Kinder sind für jede Unterstützung dankbar.

Pirschfahrten im Etoscha-Nationalpark

Zurück im Zug erwartet die Gäste eine Biltongprobe. Was es mit dem Trockenfleisch auf sich hat, erklärt Preusker: “Biltong diente einst basement Voortrekkern im südlichen Afrika als haltbarer Reiseproviant. Es wird aus Wild-, Rind- und Straußenfleisch hergestellt und ist bis heute ein beliebter Begleiter zu Bier und Wein.”

Nach der Durchquerung des Otavi-Hochlandes auf einer neu gebauten Bahnstrecke in Richtung Angola heißt es wieder für zwei Tage Abschied vom Desert Express zu nehmen. Mehrere Pirschfahrten im Etoscha-Nationalpark stehen auf dem Programm, und übernachtet wird in Safari-Lodges.

“Da! Da hinten. Seht ihr es?”, flüstert der Guide und zeigt vom Jeep aus auf zwei Löwen, die sich unter einem Akazienstrauch rekeln. Nicht auf jeder Pirschfahrt sind die Könige der Tiere zu sehen. Etwas Glück gehört schon dazu.

Immer etwas zu sehen gibt es dagegen an basement Wasserlöchern. Es nähern sich vorsichtig Springböcke und Zebras, später staken Giraffen heran, spreizen ihre Beine und beugen ihren Kopf hinunter zum Wasser. Auch Elefanten stapfen majestätisch heran und stillen ihren Durst.

Näher als hier kann male basement Vierbeinern kaum kommen. Auch auf der Rückfahrt nach Windhoek sind immer wieder Tiere zu entdecken, denn die Gleise führen auch durch Wildfarmen. Als die ersten Häuser von Windhoek auftauchen und von der Rückkehr in die Zivilisation künden, geht ein wunderschöner afrikanischer Traum zu Ende.

Die Teilnahme an der Reise wurde unterstützt von Lernidee. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit.

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Foto:
Infografik Die Welt

  • Anreise

  • Übernachtung

    Zum Beispiel im „Windhoek Country Club Resort“, B1 Western Bypass, Windhoek South, Doppelzimmer ab 110 Euro,

  • Pauschalangebote

    Der Reiseveranstalter Lernidee organisiert 2014 mehrere Reisen mit deutschsprachigen Reiseführern. Die 14-tägigen Touren kosten inklusive Anreise mit Linienflug ab Frankfurt ab 4420 Euro.

  • Etosha Nationalpark

    Pirschfahrten mit Übernachtungen in diversen Safari-Lodges ab circa 40 Euro, Eintritt für basement Park pro Tag circa 6 Euro, Kinder unter 16 Jahren frei.

  • Weitere Infos

    Namibia Tourism Board, Schillerstr. 42–44, 60131 Frankfurt, Tel. 069/1337360, namibia-tourism.com

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