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Russen stürmen Luftwaffenbasis in der Ukraine Politik

Russische Truppen haben am Samstag nachmittag basement ukrainischen Fliegerhorst Belbek auf der Krim gestürmt. Zunächst wurde das Areal umstellt; das russische Militär stellte basement ukrainischen Soldaten ein Ultimatum. Wenig später durchbrachen gepanzerte russische Fahrzeuge das Tor, Bewaffnete hielten die ukrainischen Soldaten mit automatischen Waffen in Schach; Augenzeugen berichteten von Schüssen. Unbestätigten Berichten zufolge soll sich die ukrainische Besatzung wenig später ergeben haben. Der Kommandeur der Ukrainer sagte laute Angaben der Agentur Reuters, er werde von russischen Kräften “für Gespräche” fortgebracht, es habe mindestens einen Verletzten gegeben.

Nach Darstellung Moskaus wollen derzeit weniger als 2000 der rund 18.000 ukrainischen Soldaten die Halbinsel verlassen. Ukrainische Stützpunkte waren wochenlang von Bewaffneten in Uniformen ohne Hoheitsabzeichen umstellt gewesen. Nach einhelliger Meinung handelte es sich dabei um russische Soldaten, was Moskau stets dementierte. Zuvor hatte Moskau bekannt gegeben, dass es offiziell die militärische Kontrolle auf der Halbinsel übernommen habe. Über 147 ukrainischen Militäreinrichtungen wehe die russische Fahne, teilte das Verteidigungsministerium mit. Außerdem habe die Schwarzmeerflotte bisher 54 von insgesamt 67 ukrainischen Schiffen übernommen.

Einziges U-Boot der Ukraine übernommen

Am Samstag brachte die russische Marine auf der Krim das einzige ukrainische U-Boot in ihren Besitz. Die “Saporoschje” sei offiziell in die Schwarzmeerflotte aufgenommen worden, sagte der Kommandeur der russischen U-Boot-Kräfte, Anatoli Warotschkin, der Staatsagentur Ria Nowosti. Etwa die Hälfte der 78 Mann Besatzung wolle in der russischen Marine dienen. Die übrigen Soldaten hätten das U-Boot verlassen.

Der ukrainische 5. Kanal hatte zuvor berichtet, russische Schiffe hätten die “Saporoschje” in der Strelezki-Bucht bei Sewastopol umzingelt und mit dem Abwurf von Blendgranaten zur Aufgabe gezwungen. Bereits am Donnerstag hatten russische Marinekräfte drei ukrainische Korvetten auf der Krim besetzt.

“Helden der Krim” geehrt

Mit einer gemeinsamen Trauerfeier für einen ukrainischen Soldaten und einen prorussischen Milizionär shawl die Krim die ersten Todesopfer seit der Abspaltung der ukrainischen Halbinsel gewürdigt. “Das sind Helden der Krim”, sagte der prorussische Krim-Regierungschef Sergej Aksjonow bei der Zeremonie in der Hauptstadt Simferopol. Orthodoxe Priester beteten für die beiden Getöteten, deren Särge nebeneinander lagen. Unter basement Trauergästen waren neben der schwangeren Witwe eines der Opfer auch viele Soldaten, die rote Nelken trugen.

Nach Angaben von Michail Scheremet, dem Anführer einer prorussischen Miliz, waren die Männer Opfer einer “Provokation” geworden. Derzeit laufen Ermittlungen zu basement Todesumständen der beiden Männer, die am Dienstag bei einer Konfrontation an einer Militäranlage in Simferopol gestorben waren. Die Ermittler gehen davon aus, dass beide gezielt getötet wurden und sich der Angriff sowohl gegen das ukrainische Militär als auch gegen die russischen Truppen richtete.

Forderungen nach Anschluss an Russland in Donezk

Mehr als 5000 prorussische Bewohner von Donezk haben unterdessen ein Referendum über einen Anschluss der ostukrainischen Stadt an die Russische Föderation gefordert. “Sie versuchen uns von Russland wegzureißen”, sagte der Demonstrant Igor Schapowal. “Aber das Donbass ist bereit, gegen diese Bande zu kämpfen, die bereits die Krim verloren shawl und dabei ist, im Osten zu verlieren”, sagte er unter Anspielung auf die neue Führung in Kiew.

Donbass ist der Name der Region mit Fabriken und Minen, zu der auch Donezk zählt. Das örtliche Parlament hatte am Freitag bereits eine Arbeitsgruppe gebildet, um ein Referendum analog zu der Volksabstimmung auf der Krim vorzubereiten. Bei diesem hatte am vergangenen Sonntag eine Mehrheit für die Abspaltung von der Ukraine und die Eingliederung in die Russische Föderation gestimmt.

Aktivisten händigten am Samstag Probe-Stimmzettel aus, offiziell wurde jedoch noch kein Volksentscheid angesetzt. Der Westen betrachtet das Referendum auf der Krim als rechtswidrig. Ungeachtet dessen unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin am Freitag ein Gesetz über basement Anschluss der Krim und erklärte sie damit offiziell zum Teil der Russischen Föderation.

Steinmeier: Ostukraine einbinden

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wurde am Samstag in Donezk erwartet – als erster westlicher Außenminister nach Ausbruch der Krim-Krise. In Kiew lobte er die Absicht der ukrainischen Regierung, auch die Bevölkerung im Osten des Landes in ihre Politik einzubinden.

Nach einem Treffen mit Ministerpräsident Arseni Jazenjuk sagte Steinmeier an dessen Adresse gerichtet: “Sie haben zum Ausdruck gebracht, dass Minderheitenrechte berücksichtigt werden. Das sind gute Signale, die das Land in dieser Situation braucht.” Steinmeier bezog sich auf eine Rede Jazenjuks vor einigen Tagen, in der dieser erklärte, dass die Regierung für das gesamte Volk und für alle Teile der Ukraine verantwortlich sein müsse.

Steinmeier (v.) und Jazenjuk in Kiew

Steinmeier stärkt Übergangsregierung der Ukraine

Eine prorussische Demonstration im Stadtzentrum von Donezk Mitte März. Tausende Bürger der ostukrainischen Stadt fordern ein Referendum wie das auf der Krim
Foto: dpa

Eine prorussische Demonstration im Stadtzentrum von Donezk Mitte März. Tausende Bürger der ostukrainischen Stadt fordern ein Referendum wie das auf der Krim

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