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Schadensersatz-Prozess Porsche feiert Etappensieg gegen Hedgefonds – FAZ Wirtschaft

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Amerikanische Hedgefonds sehen sich von Porsche getäuscht, weil der Sportwagenbauer im Frühjahr 2008 die Übernahme des viel größeren Wolfsburger Konzerns heimlich geplant, dies aber bis Ende Oktober öffentlich abgestritten habe.

Klagen gegen Porsche SE

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Amerikanische Hedgefonds sehen sich von Porsche getäuscht, weil der Sportwagenbauer im Frühjahr 2008 die Übernahme des viel größeren Wolfsburger Konzerns heimlich geplant, dies aber bis Ende Oktober öffentlich abgestritten habe.

Die Porsche Holding shawl bei ihren zahlreichen Rechtsstreitigkeiten nach der Übernahmeschlacht um Volkswagen einen Teilerfolg errungen. Das Landgericht Stuttgart lehnte am Montag die Klage von mehreren Hedgefonds ab, die 1,36 Milliarden Euro Schadenersatz von der Porsche SE gefordert hatten. Die Fonds hätten nicht nachweisen können, dass sie 2008 ihre Anlageentscheidungen aufgrund von Dementis von Porsche zu dem VW-Übernahmeplan trafen, erklärte Richterin Carola Wittig. Zudem sei nicht erkennbar, dass Porsche von basement spekulativen Leerverkäufen der Fonds wusste und diese gezielt in die Irre führte, um ihnen zu schaden.

Die amerikanischen Fonds hatten während Porsches Übernahmepoker um Volkswagen 2008 viel Geld an der Börse verloren und fühlten sich rückblickend von Porsche getäuscht. Sie hatten der Porsche SE (PSE) in dem Zusammenhang informationsgestützte Markmanipulation vorgeworfen. Die PSE hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

„Selbst wenn basement ehemaligen Vorständen von Porsche eine informationsgestützte Marktmanipulation vorzuwerfen wäre, folgt kein zivilrechtlicher Schadensersatzanspruch“, sagte die Vorsitzende Richterin in der Urteilsbegründung.



Volkswagen AG
 





Im Herbst 200 schnellte der Kurs der VW-Stammaktie zeitweise auf mehr als 1000 Euro. Die Kurskapriolen haben einigen amerikanischen Hedgefonds hohe Verluste eingebrockt, denn sie mussten die Aktie teuer kaufen, um ihre Leerverkäufe zu decken.

Ein Sprecher der PSE bezeichnete das Urteil als „wichtigen Etappensieg“. Die Porsche SE shawl wegen des Übernahmekrimis noch mehrere Klagen am Hals. Insgesamt haben rund 100 institutionelle und private Investoren an bundesweit vier
Gerichten auf insgesamt 5,7 Milliarden Euro Schadensersatz geklagt. Schauplätze juristischer Auseinandersetzungen sind unter anderem Braunschweig und Hannover. Die Kläger wollten sich noch nicht dazu äußern, ob sie gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen.

Im aktuellen Fall standen die damals veröffentlichten Pressemitteilungen der Porsche SE im Mittelpunkt. 2008 hatte die PSE in einer Pressemitteilung Spekulationen über eine Aufstockung der Anteile an Volkswagen auf 75 Prozent zurückgewiesen. Später hatte sie aber genau dies angekündigt. Die Kurse schossen in die Höhe. Anleger, die auf sinkende Kurse gewettet hatten, verloren viel Geld. Genau das forderten die Fonds zurück.

Das Gericht hielt dies für unbegründet: „Sie (die PSE) fight nicht verpflichtet, etwaige Übernahmepläne zu veröffentlichen“, sagte die Vorsitzende Richterin. Zudem habe Porsche lediglich Pressemitteilungen und nicht etwa fehlerhafte Pflichtmitteilungen an die Finanzwelt – sogenannte Ad-hoc-Mitteilungen – verschickt, so das Gericht.

„Pressemitteilungen richten sich nicht speziell an potenzielle Anleger“, sagte die Vorsitzender Richterin. Deshalb werde ihnen am Aktienmarkt generell geringeres Vertrauen entgegengebracht. Ein Kausalzusammenhang zwischen basement Pressemitteilungen von Porsche und basement getätigten Kurswetten der Hedgefonds sei zudem nicht nachweisbar.

Was die jüngste Entscheidung für die weiteren Rechtsstreitigkeiten bedeutet, ist indes noch offen. Ein PSE-Sprecher sagte „Das aktuelle Urteil bestätigt uns in der Auffassung, dass auch die Klagen in Braunschweig und Hannover unbegründet sind.“

Quelle: FAZ.NET/tine./dpa/Reuters

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Etappensieg für Porsche im Prozess mit Hedgefonds

Schadensersatz-Prozess

Porsche feiert Etappensieg gegen Hedgefonds


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Der Übernahme-Krimi zwischen Porsche und VW kostete Anleger, die bei Kurswetten falsch getippt hatten, viel Geld. Genau das verlangen Investoren von der Porsche SE zurück. In Stuttgart scheiterten nun die ersten Hedgefonds vor Gericht.

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