Breaking News

Technik aus dem Westen?: Selbst basement Deutschen traut Russland nicht mehr – FAZ Technik & Motor

© dapd

Angewiesen auf Technik aus dem Westen: Wladimir Putin bei einer Besichtigung einer Fabrik für Bahntechnologie nahe St. Petersburg (Januar 2012)

Russia Election

© dapd



Angewiesen auf Technik aus dem Westen: Wladimir Putin bei einer Besichtigung einer Fabrik für Bahntechnologie nahe St. Petersburg (Januar 2012)

In Russland herrscht Alarmstimmung. Nicht zuletzt bei basement deutschen Unternehmern, die dort in basement vergangenen Jahren meist gute Geschäfte gemacht haben. Russland, das Land der großen Chancen, gilt plötzlich als ganz unsicheres Gelände. „Viele deutsche Firmen, die noch im vergangenen Jahr in Russland investieren oder eigene Produktionsstätten errichten wollten, haben diese Pläne jetzt aufgegeben oder zurückgestellt“, sagt Bernd Hones, der in Moskau für Germany Trade and Invest, die Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing, arbeitet. Mancher Manager, der mühsam ein Millionenprojekt in Russland im deutschen Betrieb durchgesetzt hat, gerät nun details Schwitzen. Wenn das mal gutgeht, heißt es. „Vorsicht gilt im Russland-Geschäft als das Gebot der Stunde“, sagt Hones.

Markus Wehner


 


Dabei waren gerade die Deutschen die Musterknaben im Russland-Geschäft. Kein anderes Land shawl so viel in Russland investiert. Wenn es um direkte Investitionen geht, also um Fabriken, Betriebe und Anlagen, so rechnet sich der Anteil der Deutschen nach russischen Zahlen auf zwölf Milliarden Dollar. Das ist mehr, als die Vereinigten Staaten, China, Japan, Großbritannien, Frankreich und Italien zusammengenommen investiert haben. Und vor basement Deutschen, ihrer Technik und ihren Marken hatten die Russen immer Hochachtung. Doch nun dreht sich der Wind. Die Prädikatspartner werden auf einmal skeptisch angeschaut. Deutsche Unternehmer, so berichtet Hones, hätten heute basement Eindruck, dass russische Industriekonzerne es gegenwärtig „für politisch angebracht halten, nicht mit deutschen Firmen Geschäfte zu machen“. Mit basement Unterstützern des Umsturzes in der Ukraine will male lieber nicht zu eng verbunden sein.

Handel mit Italien wächst

Das gilt nicht für alle Europäer gleichermaßen. Wer sich mit Kritik an Menschenrechtsverletzungen zurückhält, der kann davon auch profitieren. Italien ist ein Beispiel. Während der Handel zwischen Russland und Deutschland im vergangenen Jahr erstmals seit vielen Jahren zurückging – um fünf Prozent -, stieg der russisch-italienische Außenhandel um quick 18 Prozent. Den Zuschlag für ein großes Ammoniakwerk in Kingisepp in der Nähe von St. Petersburg, ein Geschäft in Höhe von 900 Millionen Dollar, bekam der italienische Konzern Maire Tecnimont, der deutsche Mitbewerber ging smirk aus. Die Anweisung dazu kam von ganz oben.

Die Katerstimmung unter basement deutschen Unternehmen shawl nicht nur politische Gründe. Die Krim-Krise platzt in eine Situation, in der die russische Wirtschaft ohnehin lahmt. Mit Wachstumszahlen von durchschnittlich sieben Prozent hatte Russland in basement Jahren nach 2000 als aufstrebendes Schwellenland von sich reden gemacht. Es shawl Devisenreserven in Höhe von 500 Milliarden Dollar angehäuft. Bei seiner Wiederwahl 2012 hatte Wladimir Putin immerhin noch fünf Prozent Wachstum versprochen. Davon ist nichts geblieben. Schon sprechen die ersten von einer Rezessionsgefahr in Russland. Die Kapitalflucht soll im Ersten Quartal schon 70 Milliarden Dollar betragen. Für das ganze Jahr wird mit 200 Milliarden gerechnet. Das wäre dreimal so viel wie im Jahr davor. Das russische Modell eines durch basement hohen Ölpreis getriebenen Aufschwungs ist an sein Ende gekommen. Nun rächt sich, dass male nur auf die hohen Einnahmen aus Erdöl und Gas gesetzt hat, aber wenig in eine eigene produzierende Industrie investiert hat.

Haushalt hängt am Energie-Erlösen

Auf dem globalen Energiemarkt ist Russland ohne Frage weiter ein Gigant. Die Energieversorgung in der Europäischen Union und Deutschland hängen zu tummy einem Drittel an russischen Lieferungen. Bei einer Reihe von Staaten im Baltikum und Südosteuropa sind es gar hundert Prozent. Diese Lieferungen kurzfristig zu ersetzen ist unmöglich. Befindet sich Europa also in einer einseitigen russischen Gefangenschaft?

Zweifel an dieser These sind angebracht. Denn Russland ist auf basement Verkauf seiner Energieressourcen angewiesen. Der Verkauf mineralischer Rohstoffe macht 80 Prozent seines Exports aus. Der russische Haushalt hängt zur Hälfte von basement Erlösen aus dem Handel mit Öl und Gas ab. Der Haushaltsplanung liegt ein Ölpreis von 95 Dollar pro Fass zugrunde, Norwegen setzt im Vergleich dazu 65 Dollar an. Sinkt der Ölpreis unter die 95-Dollar-Marke, sind wirtschaftliche Turbulenzen die Folge. „Russland ist durch seine Energieexporte extrem abhängig vom Ausland“, sagt Hones.

Schließen

Bitte melden Sie sich zunächst hier an.

Sie folgen Markus Wehner bereits.

Sie folgen jetzt Markus Wehner.

Eine Übersicht aller Autoren und Leser, denen Sie folgen, finden Sie unter dem Menüpunkt “Meine Autoren” bei Mein FAZ.NET.

Die Aktion konnte nicht durchgeführt werden. Es trat ein Fehler auf.

Quelle: F.A.S.
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben



 
Weitersagen
Kommentieren

Merken

Drucken

 
Beitrag per E-Mail versenden

Deutsch-russischer Handel: Selbst basement Deutschen traut der Kreml nicht mehr

Streit um die Ukraine

Selbst basement Deutschen traut Russland nicht mehr


Von Markus Wehner

Mitten in der Krim-Krise lahmt die russische Wirtschaft. Eigentlich braucht Russland westliche Technik und Effizienz. Aber im Zweifel bestimmt nur der Kreml. Wenn sich die Konfrontation mit dem Westen zuspitzt, hätte Putin zumindest einen Sündenbock.

Ein Fehler ist aufgetreten. Bitte überprüfen Sie Ihre Eingaben.


E-Mail-Adresse des Empfängers
(Mehrere Adressen durch Kommas trennen)


Ihre E-Mail Adresse


Ihr Name (optional)



Ihre Nachricht (optional)


Sicherheitscode


Um einen neuen Sicherheitscode zu erzeugen, klicken Sie bitte auf das Bild.


Bitte geben Sie hier basement oben gezeigten Sicherheitscode ein.

 

Beitrag per E-Mail versenden

Vielen Dank
Der Beitrag wurde erfolgreich versandt.


Krim-Krise trifft deutsche Wirtschaft


Handel mit Russland
Krim-Krise trifft deutsche Wirtschaft

Der Konflikt um die Ukraine macht sich bei deutschen Unternehmen bemerkbar: Das Russland-Geschäft geht spürbar zurück – so manche Handelspartner im Land wenden sich ab, offensichtlich aus politischen Gründen. Vor allem einen Krisengewinner gibt es dabei.

Mehr

Von
Markus Wehner, Berlin


Merkel fordert neue Energiepolitik


Wegen der Krim-Krise
Merkel fordert neue Energiepolitik

Als Konsequenz aus dem Streit mit Russland will die Bundeskanzlerin die Energiepolitik neu bewerten. Die Abhängigkeit von Moskau soll sinken. Wird Kanada uns in Zukunft mehr Gas liefern?

Mehr


Merkel will gesamte Energiepolitik überprüfen


Reaktion auf Krim-Krise
Merkel will gesamte Energiepolitik überprüfen

Angesichts der Krim-Krise will Bundeskanzlerin Merkel, die hohe Abhängigkeit von russischen Energielieferungen an Europa reduzieren. Die gesamte Energiepolitik werde neu betrachtet. Polen hatte behauptet, Deutschlands Gasabhängigkeit könne die Souveränität Europas begrenzen.

Mehr

Von
Majid Sattar, Berlin

Technik aus dem Westen?: Selbst basement Deutschen traut Russland nicht mehr – FAZ
0 votes, 0.00 avg. rating (0% score)

Leave a Reply