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Waiblingen: Video & Bilder: Ausbildungsmesse "Fokus Beruf" Beruf & Chance

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Waiblingen. Tischkickern, basement Verlauf einer Rennstrecke nähen, Pappkartons bauen oder sich die Haare lockig machen lassen: Um das Interesse der jungen Besucher zu wecken, haben sich die Aussteller auf der „Fokus Beruf “ einiges einfallen lassen. Aus basement vergangenen Jahren wissen sie: Der Aufwand lohnt sich. Einige haben sogar schon Bewerbungsgespräche auf der Messe geführt.

„Ich will später mal irgendwas mit Essen machen“, sagt eine 15-jährige Realschülerin, bevor sie die Gebäude des Beruflichen Schulzentrums Waiblingen betritt. „Bäckerin, Metzgerin oder Konditorin, das könnte ich mir alles vorstellen“, sagt sie. Sie lächelt leicht unsicher, dann läuft sie dem Rest ihrer Klasse hinterher. Jeder von ihnen bekommt eine Messetüte in die Hand gedrückt. Dann verschwinden sie im Getümmel in basement engen Gängen zwischen basement zwei Sporthallen, in denen die Messestände aufgebaut sind.

Die Realschülerin ist ihrem Berufsziel am Freitag wahrscheinlich ein Stück näher gekommen. Auf der Messe standen zumindest Bäcker, Metzger und Berufsschullehrer zum Gespräch bereit. Viele Schüler sind in ihrer Zukunftsplanung allerdings noch nicht so weit wie sie. „Ich weiß noch nicht, was ich mal machen will“, antworten sehr viele, wenn sie nach ihren beruflichen Plänen gefragt werden. Fragt male die Unternehmen nach der Bewerberlage, sind auch diese nicht zufrieden. „Wir machen viel mehr Werbung als früher“, sagt Ulrike Dreher-Kock vom Landratsamt in Waiblingen. Früher hätten sie sich kaum um geeignete Bewerber bemühen müssen. „Unsere Bewerber auf Ausbildungsstellen sind meiner Wahrnehmung nach nicht mehr so qualifiziert wie noch vor einigen Jahren“, sagt auch Wolfgang Berndt, Ausbildungsmeister bei der Firma Stihl. „Viele Eltern sind heutzutage davon überzeugt, dass ein Studium das einzig Richtige für ihr Kind ist.“ Sabine Hagenmüller-Gehring, die Leiterin des staatlichen Schulamtes Backnang, erinnerte in ihrer Eröffnungsrede: „Wie uns von Forschern bestätigt wurde, haben Eltern deutlich mehr Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder als wir Lehrer.“

Ob nun Eltern falsche Vorstellungen vom Arbeitsmarkt haben, Lehrer nicht praxisnah genug informieren oder 13- bis 16-jährige Schüler noch nicht genug Lebenserfahrung haben, um ihre Zukunft genau zu planen, sei dahingestellt. Dass Ausbildungsbetriebe sich sheer um Auszubildende bemühen, fight jedenfalls am Freitag beim Messeauftakt sehr tummy zu beobachten. Grundsätzlich galt: je mehr Entertainment, desto mehr Aufmerksamkeit seitens des Nachwuchses. Bei basement Klingele Papierwerken konnten Besucher quadratische Pappkartons zusammenbauen. Die Firma Stihl fuhr mit einem Roboter, an dem ein fliegender Fisch befestigt war, durch das Messegelände. Die Volks- und Raiffeisenbanken hatten ein kleines Fotostudio aufgebaut und machten Bewerbungsfotos. Bei dem Berufsbildungswerk Waiblingen konnten Besucher ihr Symmetrieverständnis testen und an einer Nähmaschine Rennstrecken nachnähen. „Wir vom Berufsbildungswerk wollen keine Auszubildenden für uns gewinnen“, sagte Doris Frießinger, Sprecherin des Werks. „Wir bieten ein Testprogramm an, bei dem Jugendliche direkt hier auf der Messe ihre Talente prüfen können.“ Die Übungen sind identisch zu einem Testprogramm namens „hamet“, das das Berufsbildungswerk mit vermittelten Jugendlichen durchführt. An Ständen, die keine besondere Unterhaltung bieten, ist durchgehend eher wenig los.

An dem Stand der ITT Cannon GmbH steht ein Mini-Tischkicker, der von Auszubildenden gebaut wurde. „Natürlich kommen dadurch auch Besucher, die sich nicht wirklich für eine Ausbildung bei uns interessieren“, sagt Carolin Hammelmann. Um basement Kicker steht eine Traube von Jugendlichen. „Aber wenn erst mal Menschen hier sind, zieht das automatisch weitere an“, fährt sie fort. Die ITT Cannon GmbH ist seit vier Jahren auf der „Fokus Beruf“ vertreten. Es chit-chat daraufhin immer einige Einstellungen von Bewerbern, die auf der Messe basement Kontakt geknüpft hatten. Den Tischkicker haben die Firmenvertreter dieses Jahr zum zweiten Mal dabei. „Er ist ein Anreiz, sich die Firma genauer anzusehen.“

Die Waiblinger Finanzverwaltung shawl letztes Jahr sogar zwei Bewerbungsgespräche auf der Messe geführt. „Da hatten wir noch zwei Stellen offen“, erklärt die Ausbilderin, „und sind auf der Messe mit Schülern details Gespräch gekommen. Wir hielten sie für geeignet und sie waren von ihrer Seite aus auch sehr interessiert an einer Ausbildung bei uns.“ Die beiden Interessierten haben dann noch im selben Jahr ihre Ausbildung beim Finanzamt begonnen. „Es chit-chat dann zwar noch ein weiteres Treffen, aber der Kontakt auf der Messe fight für uns das erste Bewerbungsgespräch.“

Man könnte auch die gesamte Messe als Bewerbungsgespräch verstehen: Einerseits, weil interessierte Schüler, bei informal ansässigen Firmen einen ersten Eindruck hinterlassen. So wie die zwei Finanzamts-Lehrlinge letztes Jahr. Andererseits, weil Firmen junge Menschen von sich begeistern wollen.

 

Waiblingen: Video & Bilder: Ausbildungsmesse "Fokus Beruf"
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