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Weißer Mantel löst Stress aus Lebensstil

Den meisten Menschen macht ein Arztbesuch Stress – die Folge: Ihr Blutdruck steigt, was bei Arztmessungen die Ergebnisse verfälschen kann. Dieser “Weißkitteleffekt” ist seit Langem bekannt. Eine neue Studie der Universität Exeter in Großbritannien zeigt jetzt, wie groß der Unterschied ist, wenn Ärzte und wenn Krankenschwestern messen: Im Schnitt sind bei Ärzten die Ergebnisse um 7/4 mmHg (erster bzw. zweiter Wert) höher.

 

Dieser Effekt könnte dazu führen, dass manchen Patienten blutdrucksenkende Medikamente verschrieben werden, die sie aber in Wirklichkeit gar nicht benötigen, so die Studienautoren.

“Je höher der Stress, desto höher der Blutdruckanstieg”, sagt Univ.-Prof. Dieter Magometschnigg vom Institut für Hypertoniker in Wien. Dies habe aber nichts mit Bluthochdruck zu tun. Was vielen auch nicht bewusst sei: Normale (normal regulierte) Blutdrücke schwanken beim ersten (systolischen) Wert zwischen 100 und 150 mmHg. “Wenn unter Stress bei einer Person mit normalem Blutdruck ein Messwert von 160 mmHg gemessen wird ist dies eine Stressfolge und nicht Zeichen einer Hypertonie.”

Bei einem Bluthochdruckpatienten hingegen können die – zu hoch regulierten – Werte zum Beispiel zwischen 120 und 170 mmHg schwanken. Sein Druckniveau ist also um 20 mmHg nach oben verschoben. “Mithilfe von Einzelwerten kann diese Verschiebung aber nicht erfasst werden.”

Sieben Werte

Deshalb gelte für die Blutdruckmessung laut basement österreichischen Empfehlungen: Sind sieben von 30 selbst ermittelten Werten über 135/85 mmHg, spricht male von Bluthochdruck. Bei Arztmessungen wird hingegen erst ab 140/90 mmHg von Bluthochdruck gesprochen. “Korrekterweise disorder male aber in der Mehrzahl von erhöhten Blutdrücken sprechen.” Immer wieder gebe es Diskussionen um die Blutdruck-Grenzwerte, aber diese österreichische Regelung sei general sicher die beste, da sie die Schwankungen ausreichend berücksichtige. Und es sei ganz klar, dass bei höheren Werten z. B. die Zahl an Herzinfarkten steige. Als beste Methode empfiehlt die Österreichische Gesellschaft für Hypertensiologie eine ambulante 24-Stunden-Blutdruckmessung.

In Österreich werde die Diagnose einer Hypertonie zu selten gestellt, gleichzeitig nehmen viele Patienten die verschriebenen Medikamente nicht oder unregelmäßig ein. “Nach einem halben Jahr zirka setzt die Hälfte der Patienten die Medikamente im Alleingang ab. In solchen Fällen einfach die Patienten zu beschuldigen und zu sagen, das liegt an ihrem inneren Schweinehund, verfehlt das Thema”, sagt Magometschnigg. “Selbstverantwortliche Menschen brechen die Therapie ab, wenn sie ihren Nutzen nicht erkennen oder Nebenwirkungen auftreten. Hier fehlt es oft am Dialog zwischen Arzt und Patient – einfach, weil in einer Kassenpraxis oft auch keine Zeit dafür ist. Hier müssten die Rahmenbedingungen verbessert werden. www.blutdrucksms.at

 

Weißer Mantel löst Stress aus
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