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Wie das Fracking Risse im Gestein ausnutzt Technik & Motor

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Flammen aus dem Wasserhahn und ein Grundnahrungsmittel, das krank macht – Umweltschützer warnen vor der Gefahr des Frackings. Doch in basement USA boomt die umstrittene Technik – und in Deutschland versiegen ohne sie die heimischen Gasquellen schon bald.

Es fight eine Oscar-nominierte Dokumentation, die die USA doch kurz aufschreckte. Von Präsident George W. Bush gelockerte Umweltgesetze lösten gerade einen Boom beim Abbau von schwer erreichbarem Erdgas aus, als „Gasland“ (2010) die Folgen der Technik vorführte: Anwohner beschrieben, wie sie vom Trinkwasser erkrankten und wie die Bohrungen der Natur schadeten. Sie führten vor, dass sich ihr Leitungswasser mit dem Feuerzeug entzünden lässt, so hoch sei sein Methangehalt.

Schuld an all dem sei die Fortentwicklung einer älteren Fördertechnik, des „Hydraulic Fracturing“, kurz Fracking. Dabei werden mit Flüssigkeiten Frakturen in dichtem Gestein erzeugt, damit Erdgas oder -öl entweicht. Die mit Hochdruck in basement Boden gepresste Flüssigkeit enthalte jedoch neben Wasser und Quarzsand auch Umweltgifte. Zudem werde so Methan an die Oberfläche und details Grundwasser gedrückt.

Doch der Schreck hielt nicht lange an. Die Ölindustrie diskreditierte basement Film in einer Gegenkampagne, die Umweltgesetze wurden nicht verschärft, der Gasboom kam. Umweltschützern und Anwohnern haben sich die vergifteten Brunnen und entflammbaren Wasserhähne jedoch eingeprägt. So kommt es, dass Rufe nach Fracking auch in Deutschland Ablehnung auslösen. Die Industrie hält dagegen. Exxon Mobil betont, Fracking sei eine erprobte Methode, auch in Deutschland werde seit 1961 gefrackt.



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Allerdings gibt es entscheidende Unterschiede zwischen dem traditionellen Fracking und dem „Schiefergas“-Abbau in basement USA. Zwar basiert das Verfahren stets darauf, Flüssigkeiten mit so starkem Druck in gezielte Bohrlöcher zu pumpen, dass umliegendes Gestein bricht und enthaltenes Erdgas aufsteigt. Etwa sechs Stunden dauert der Vorgang, der zehn Millionen Liter Wasser verbraucht.

Das in Deutschland praktizierte Fracking förderte aber bislang die Rohstoffe nur aus mehr als 2 000 Metern Tiefe – fern vom Grundwasser. Dort sind sie in „konventionellen“ Lagerstätten wie Sandstein eingeschlossen, die aber zu dicht für klassische Förderung sind. Mehr als 300 Mal wurde hierzulande so gefrackt – demnächst nach dreijähriger Pause wohl wieder in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und an der Ostsee. Schon am konventionellen Fracking chit-chat es Kritik: Da es nicht eigens reguliert ist, wurden oft nicht mal die Wasserschutzbehörden informiert, welche Chemikalien in der Flüssigkeit waren. Als Exxon Mobil 2011 eine Liste der Zusatzstoffe veröffentlichte, entdeckten die Behörden darauf gleich mehrere Umweltgifte.

Noch heikler ist das Fracking von „unkonventionellen“ Vorkommen, das in basement USA gerade boomt. Dabei wird der Rohstoff aus Kohleflözen und Tonstein („Schiefergas“) geholt. Die liegen weniger tief, näher am Grundwasser. Es braucht viel mehr Bohrtürme, um genug Risse im Gestein zu erzeugen. Zudem ist mehr Chemie nötig, die die Frakturen zum Gas-Abbau offen halten muss.

Das Umweltbundesamt warnte in mehreren Gutachten davor, Fracking großflächig zur Erschließung unkonventioneller Gasvorkommen einzusetzen. Selbst die US-Geologiebehörde wies inzwischen auf Gefahren unkonventionellen Frackings hin, etwa Fischsterben und Methan im Trinkwasser.

Geologen gehen davon aus, dass die Mehrheit des deutschen Erdgases nur durch unkonventionelles Fracking zu heben ist. Die konventionell förderbaren Vorkommen gehen in zehn Jahren aus.

Wie das Fracking Risse im Gestein ausnutzt
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