Zuckerberg: "das große Zerteilen"

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Zuckerberg: "das große Zerteilen"

Kürzlich veröffentlichte die New York Times ein Interview mit Facebook Gründer und Chief Executive Officer Mark Zuckerberg. In diesem geht es vor allem um Facebooks Pläne für die Zukunft und wie das Unternehmen auf lange Sicht konkurrenzfähig bleiben will.

Facebook weiß, dass es vor einem Problem steht, denn die mobile Nutzung von sozialen Netzwerken, wie Facebook eines ist, nimmt auf Mobilgeräten immer weiter zu. Als das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien allerdings gegründet wurde, steckte der Markt mit den tragbaren, internetfähigen Geräten noch in den Kinderschuhen. Die Website des Unternehmens wurde deshalb natürlich vornehmlich für Desktop-PCs gestaltet. Die Funktionsvielfalt von Facebook wuchs stetig an, doch irgendwann wurde es nötig auch mobil zu denken. Der erste Ansatz: Wir machen eine App und packen einfach alle Funktionen vom Desktop auch da rein. Das das eher weniger gut funktionierte, war vor allem an Facebooks Börsengang 2012 zu merken, bei dem der Aktienkurs des Unternehmens zu Beginn stark sank. Die Lösung war einfach nicht zeitgemäß.

Das neue Motto von Zuckerberg lautet also Zerteilung. Die Funktionen, die auf dem Desktop alle zusammengefasst sind, sollen auf mobilen Endgeräten in viele kleine Apps aufgeteilt werden. Dazu wurde eigens eine interne Entwicklungsabteilung namens Creative Labs ins Leben gerufen, die sich mit der Zerlegung in Einzelteile beschäftigen soll.

Den Anfang dabei machte der Facebook Messenger. Wer auf einem Smartphone Nachrichten über Facebook verschicken will, öffnet nicht mehr die Facebook App, sondern die Messenger App. Dann kam Paper, eine Nachrichten App. Laut Zuckerberg gehe es auf Facebook primär um zwei Sachen: Nachrichten von anderen Nutzern und Nachrichten aus aller Welt. Die beiden wichtigsten Funktionen sind also schon in eigenständige Applikationen ausgelagert worden und weitere, wie etwa Veranstaltungen erstellen, sollen folgen.

Die Zerteilung hat für Facebook mehrere Vorteile. Zum einen kann Werbung je nach Verwendungszweck einer App gezielter platziert werden, was die Einnahmen steigern dürfte. Zum anderen werden die neuen Apps nicht sofort mit Facebook und damit dem zweifelhaften Image des Konzerns in Verbindung gebracht, da sie kein direktes Branding erhalten.

Darüber hinaus plant Facebook auch weiterhin vielversprechende Start-Ups aufzukaufen und so sein Angebot stetig zu erweitern. 

By | 2014-04-20T02:10:04+00:00 April 20th, 2014|Wissen|0 Comments

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